Der römisch-katholische Kirchenchor Möhlin gehört derzeit zu den privilegierten Kirchenchören, die mit wachsenden Mitgliederzahlen aufwarten können.

Auch an der 129. Generalversammlung konnten Sängerinnen aufgenommen werden - was der Leitung des Chores ein gutes Zeichen ausstellt. Hanspeter Gysin ist dem Verein ein umsichtiger Präsident, Matthias Heep dem Chor ein versierter und ambitiöser musikalischer Leiter. Dieses Team steht sowohl für Stetigkeit als auch für Qualität und Dynamik, und das wird allenthalben wahrgenommen. So etwa stellte in seinem Grusswort der Vertreter der Kirchenpflege, Toni Kaufmann, fest, die Teilnahme des Chores an Gottesdiensten werde als wichtige Bereicherung empfunden. Darüber hinaus finden die konzertanten Aufführungen grosse Beachtung und ziehen zunehmend Gastsängerinnen und Gastsänger an. Seinen Beitrag zum guten Bild leistet auch das kleine Ensemble, die Choral­schola. In der Summe haben die beiden Formationen im vergangenen Vereinsjahr über hundert Proben und Auftritte bestritten – eine beachtliche Leistung! Erfreulich: die Probendisziplin hat sogar zugenommen. Dazu passt der Besuch der Generalversammlung. Im Zentrum Schallen konnte der Präsident ausnahmslos alle Aktivmitglieder begrüssen, und dazu Passivmitglieder und Gäste. Das alles zeichnet einen lebendigen Verein aus. Genau davon berichtet auch der Rückblick des Präsidenten auf das vergangene Vereinsjahr. Dieses stand im Zeichen von Puccinis Messa di Gloria, die zusammen mit der Allschwiler Kantorei und dem Orchester Reinach in Allschwil und Möhlin aufgeführt wurde. Für zusätzliche musikalische Höhepunkte sorgten die Messe von Jakobus Gallus, die zu Pfingsten in Möhlin und eine Woche darauf in Mariastein gesungen wurde, Teile der Misa Criolla und schliesslich zu Weihnachten die Orgelsolomesse von Mozart. Der Pflege der Geselligkeit dienten das traditionelle Grillfest und der Ausflug, der diesmal der Kirche St. Peter und Paul in Frick und dem Sauriermuseum galt.

Dem Dirigenten obliegt jeweils, mit einem Ausblick auf die Zukunft die Neugier und den Eifer der Sängerinnen und Sänger anzuregen. 2019 wird – wie könnte es unter Matthias Heep anders sein! – erneut ein anspruchsvolles Chorjahr werden. Neben den übrigen Gottesdiensten, die der Chor einerseits und die Schola andererseits begleiten werden, soll an Ostern eine Messe von Valentin Rathgeber zur Aufführung kommen – Neuland für viele Chormitglieder. Pfingsten bringt eine Wiederaufnah­me der Widor-Messe, für Allerheiligen ist der Friedhofgesang zusammen mit den Chören der anderen Ortskirchen geplant. Über alle diese Aktivitäten hinweg aber werden sich die Proben zum nächsten spannenden Vorhaben ziehen: Mozarts Requiem soll im Frühjahr 2020 aufführungsreif sein. Viel Arbeit also. Eine unentbehrliche Basis für das Gelingen bieten, wie Matthias Heep einmal mehr hervorhob, das vorzügliche Teamwork mit der Organistin Bernadette Schmidlin und die einvernehmliche Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung. Nach dem geschäftlichen Teil und den Ehrungen gab es noch eine Überraschung: Dass die Sängerinnen und Sänger die zumeist unsichtbare, aber doch wirkungsvolle Arbeit der Vereinsleitung honorieren, kam in einem Geschenk zum Ausdruck: Dem Vorstand wurde ein übervolles Sparschwein überreicht, das bei Gelegenheit an einem Gastwirtstisch geplündert werden darf.