Handballverein Olten

Herren 1, 1. Liga - «Hauptsach gwunne!»

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(Foto: Christian Roth)

(Foto: Christian Roth)

Spiel vom 23.11.2019, SG HV Olten – TV Muri Herren. Resultat 23:22 (12:13)

Nach dem Punkteverlust und der enttäuschenden Leistung am letzten Wochenende gegen Muotathal sollte am Samstag eine Reaktion folgen. Gegen das sechstplatzierte Muri musste ein Sieg her.

Von einem konsequenten Siegeswillen war allerdings in den Anfangsminuten wenig zu spüren. Die Deckungsarbeit beider Mannschaften war ungenügend. Auch die Emotionen auf dem Spielfeld der gut gefüllten Giroudhalle blieben aus. Sowohl Olten als auch Muri gelangen einfache Tore. Dadurch hatte die Heimmannschaft Schwierigkeiten, sich entscheidend abzusetzen. Olten war während der ersten Hälfte durchgehend in Front, als es kurz vor der Pause einbrach. Innert fünf Minuten legte Muri einen 0:4-Lauf hin und ging zum Erstaunen vieler Zuschauer mit einer 12:13-Führung in die Kabine.

Wiedererstarkt kehrte das Publikum vom HVO-Beizli zur Tribüne zurück. Eine «harzige» zweite Halbzeit schien ihm bevorzustehen.

An der Spielweise von Grünweiss änderte sich zu Beginn nichts. Selten waren Emotionen zu sehen, grösstenteils negative. Das Oltner Ballspiel wirkte ideenlos und überhastet. Die Grünweissen schienen den Faden nach und nach zu verlieren und kassierten – wie in so einer Phase üblich – unglückliche Gegentreffer. Zum Beispiel ein geblockter Wurf, der aus unerklärlichen Gründen doch noch den Weg ins Tor fand. Eine Reaktion musste her. Arnold nahm beim Stand von 15:19 ein nötiges Timeout, was offenbar Wirkung zeigte. Zehn Minuten später konnte Daniel Parkhomenko zum 21:21 ausgleichen. Olten war wieder zurück im Spiel. Die Stimmung kehrte ins Positive. Das Publikum war animiert. Die Bank jubelte nach jeder gelungenen Aktion. Das Momentum war nun klar auf solothurner Seite. Silen Locatelli verbarrikadierte seinen Kasten, profitierend von einer energischeren Deckungsarbeit. Mit einer sehenswerten Doppelparade nach einem Siebenmeter hielt er Olten im Spiel, das sich gegen einen erneuten Punktverlust wacker wehrte. Es war nun ein offener Schlagabtausch, der geprägt war von ungewöhnlich vielen technischen Fehlern. Plötzlich ertönte ein Pfiff – Penalty für Olten. Manuel Zehnder schnappte sich unüblicherweise die Kugel. Schon drei Schützen zogen beim ehemalige HSC-Schlussmann Wipf den Kürzeren. Nicht so Zehnder, der den Ball souverän in die linke untere Ecke versenkte. Das Publikum jubelte. Muri drängt nach vorne, das Ziel war, wenigstens einen Punkt zu holen. Olten setzte mit energischem Pressing die Aargauer unter Druck. Entscheidend, denn Parkhomenko stürzte sich nach unpräzisem Pass auf den Ball wie eine Hyäne auf ihre Beute und sicherte seinem Team zwei Punkte. Olten siegte mit 23:22.

Das «harzige» Spiel von undisziplinierten Abschlüssen, wenig Struktur, ungewohnt vielen technischen Fehlern und wenig Emotionen geprägt, brachte das Heimteam und aktuellen Tabellenführer ins Schwanken. Dank einem gelungenen Schlusssprint ergatterten sich die Oltner etwas glücklich das Punktemaximum. Fazit: «Hauptsach gwunne», so Gasser nach dem Spiel. Was allerdings klar ist: diese Leistung dürfte in den folgenden Spielen nicht mehr reichen. Ob und wie Olten die Herausforderung meistert, wird sich im nächsten Spiel am Sonntag, 1.12.2019 um 19 Uhr gegen einen starken Gegner im Kleinholz bewahrheiten. Olten trifft nämlich auf den letztjährigen Absteiger HC KTV Altdorf.

Hopp Oute!

Nico Schwab

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