Ein aussergewöhnliches Gemeinschaftskonzert in der Franziskanerkirche Solothurn

Es war ein kontrastreiches Konzert, welches der Interkantonale Männerchor unter der Leitung von Sarah Hänggi und Lisa Appenzeller sowie der Männerchor Chutz Langendorf mit Doris Däster als Dirigentin in der voll besetzten Franziskanerkirche aufführten. Der Interkantonale und semiprofessionelle Männerchor trat mit zwölf jüngeren Sängern und herausragenden Einzelstimmen auf. Der traditionsreiche Laienchor aus Langendorf vermochte seinerseits durch den vollen Klang der grossen Sängerschar, der Dynamik, gepflegter Aussprache, vorzüglicher Intonation und Ausstrahlung zu überzeugen.

Der Männerchor Chutz unter der Leitung von Doris Däster eröffnete das Konzert mit “Heaven is a wonderful Place”. Die Sänger erwiesen damit und auch mit dem anschliessenden „Sanctus“ dem Sakralbau der einstigen Franziskanermönche eine besondere Referenz. Es folgten „Le Ranz des Vaches“, der Ohrwurm „Alperose“ von Polo Hofer und der von den Chören gemeinsam vorgetragene Tango „Tanze mit mir in den Morgen“.

Im Wechselspiel übernahmen hernach die beiden Dirigentinnen den Taktstock und führten durch einen bunten Strauss von Liedern, welche teils von den Sängern arrangiert und sogar komponiert wurden. Die anspruchsvollen Vorträge liessen die Einzelstimmen voll zur Geltung kommen.

Die Vielseitigkeit des Chores drückte sich aus in den unterschiedlichen Aufstellungen: hier die
Jodlerformation, dort der an Mönchzeiten erinnernde Gesang aus dem Chorgestühl.

Eröffnet wurden die Vorträge mit dem feinfühlig dargebotenen Lied „La Montanara“. Unterschiedlicher hätte auch die Literatur nicht sein können: Einem fröhlichen „Lueget vo Bärge und Tal“ folgten später von Schwermut geprägte Melodien der nordischen Komponisten Sibelius und Grieg.

Am Schluss des Konzertes fügten sich die beiden Chöre nochmals zusammen, um mit der Aufforderung zum Tanz „Darf ich bitten zum Tango um Mitternacht …“ die Zuhörerschaft
beschwingt in den Abend zu entlassen. Das als aussergewöhnlich angekündigte Konzert hielt was versprochen und wurde deshalb mit grossem und wohlverdientem Applaus honoriert.

Kurt Ritter Langendorf