Obwohl zu viel mathematische Statistik zu betreiben, bewährt sich im Handball-Sport nicht wirklich. Wie vergangenes Wochenende zeigte, schlug Underdog Fortitudo Gossau den Spitzencrack Suhr Aarau (verletzungsbedingte Ausfälle) in der NLA und in der NLB gewann Steffisburg gegen das favorisierte Stäfa mit zwei Toren mehr.

Unbequemer Kandidat 

Sportliche Überraschungen liegen also in der laufenden Handball-Meisterschaft durchaus in Reichweite. Mit dem nächsten Gegner aus Solothurn kommt ein unbequemer Kandidat. Die letzte Partie gegen die Kadetten Espoirs verlor er nur knapp mit 22:23.

Das Resultat ist einmal mehr Marco Kurth, der die Nummer elf auf seinem Trikot trägt, zu verdanken. Der ruhige und besonnene Ex-Nationalspieler wollte eigentlich als Feldspieler kürzertreten und sich auf die Traineraufgaben an der Seitenlinie konzentrieren.

Doch der 34-jährige Rückraumshooter schiesst im Schnitt sieben Tore, gegen die Kadetten waren es neun Distanzwürfe. Kurth erfüllt damit eine ähnliche Rolle im Spielerkader, wie in den vergangenen Zeiten Marcus Hock für den TV Möhlin. Solothurn hat auswärts gegen Baden ein Unentschieden (29:29) erkämpft und gegen Birsfelden zuhause mit 33:26 gewonnen (Möhlin mit 28:22-Auswärtssieg).

Gegen das stark spielende Baden hat die Mannschaft von Zoltan Cordas am letzten Freitag eine herbe Niederlage verbuchen müssen. Zeitweise lag man mit bis zu neun Tore im Rückstand, hat sich danach aber zurückgekämpft und mit vier Toren verloren.

Kein einfaches Spiel gegen Solothurn

Es wird gegen Solothurn nicht einfach sein, die Kreise eines Marco Kurth, Nicolo Moggi, Sven Schafroth und auch gegen jüngere Spieler nachhaltig stören zu können. Zumal Solothurn sein NLB-Probejahr in der Saison 2016/17 auf dem fünften Tabellenrang beendet und damit seine Hausaufgaben mehr als erfüllt hat.

Der TV Möhlin muss nach wie vor auf Neuzugang und Rückraumakteur Patrik Vizes verzichten, er wird voraussichtlich in zwei Wochen gegen Biel wieder im Einsatz stehen. Mit Florian Doormann als temporärer Ersatz mit ausgezeichneten Sprungwurfqualitäten ist zumindest jedoch diese Lücke geschlossen.

Die Mannschaft freut sich auch auf viel Heimpublikum, das mithilft, das letzte Quäntchen Aggressivität, Präzision oder Glück zu geben, wenn es eng wird! Anpfiff gegen Solothurn ist um 20.00 Uhr im Steinli und zwar ausnahmsweise am Freitagabend!