Ein heisser Sommertag war angesagt als sich 28 Turnerinnen der Fides-Niedergösgen der Gruppen C + D zur jährlichen Vereinsreise auf dem Falkensteinplatz versammelten. Einmal mehr hatten die Reiseleiterinnen Ida Waltenspühl und Annemarie Frey  eine „glutschige“ Reise ausgeheckt.  Zügig fuhr uns der Carchauffeur auf der Autobahn Richtung Solothurn und weiter auf der ordentlichen Verkehrsachse nach Altreu., wo sich die Frauen im schattigen und doch noch etwas kühlen Gartenrestaurant den heissersehnten Kaffee und ein backwarmes Gipfeli gönnten, die klappernden Störche auf ihren Hochsitzen bestaunten und die wunderschöne Aarelandschaft bewunderten. Frisch gestärkt ging die Fahrt weiter via Dotzigen, Büren a. A, Lyss, Aarberg, Kerzers, Galmiz. Während der Fahrt  genossen die Reisenden die Aussicht, führten intensive, lustige oder  tiefgehende Gespräche, ergötzten sich an der wunderbaren Landschaft, den unendliche weiten Gemüsefeldern des Berner Seelandes,  der Blütenpracht an behäbigen und sauber herausgeputzten Höfen und  schmucke Holzhäusern, der altehrwürdigen Holzbrücke in  Aarberg,  den ersten prächtigen Verkaufsständen mit riesengrossen Kürbisen und zollten dem Chauffeur  Respekt, der den Car gekonnt durch die zum Teil sehr enge Strassen der Dörfer manöverierte.  In Sugiez stieg die Strasse steil an. Vorbei an gepflegten Villen und mit wunderbarem Blick auf’s Flachland erreichten wir den Mont Vully. Dort oben genossen wir unter stahlblauem, wolkenlosen Himmel den traumhaften Ausblick nach allen Seiten. Der anschliessende Spaziergang fiel etwas kürzer aus als geplant, da das Mittagessen bereits wartete und die Sonne die Luft bereits über 30° erhitzt hatte, und  ein längerer Aufenthalt unter der gleissenden Mittagsonne nicht sinnvoll war.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir das Hotel Mont Vully, Das Gourmet-Menü war eine Augenweide zum Anschauen und schmeckte allen sehr. Literweise Mineralwasser löschten unseren Durst und kühlte unsere Kehlen, da wir wegen der Hitze auf ein Gläschen Wein zu diesem feinen Essen verzichteten.

Jetzt wurden einige Mitreisende bereits etwas nervös. Auf dem weiteren Programm stand ein Rundgang durch das malerische Städtchen Murten. Die zur Verfügung stehenden 60 Minuten erschienen den Shoppingtouristinnen unter uns etwas zu kurz. Sie stürzten sich ins Einkaufsgetümmel während  die anderen durchs Städtchen flanierten, die Ringmauer bestiegen,  die Sehenswürdigkeiten und die Schaufensterauslagen bestaunten oder ein Stück Nidelkueche, eine Spezialität von Murten und Umgebung, verspeisten. In letzter Sekunde vor Abfahrt sprinteten die Schnäppchenjäger mit geringer Beute zum Car. Zu ihrem Bedauern war die Einkaufszeit für sie wirklich zu kurz gewesen. Einziges das Bankkonto  litt nicht unterer diesem Umstand! Über Landstrassen ging die flotte Fahrt weiter. Im buchenbergischen Aetigen lernten wir ein weiteres Kleinod kennen. Der dortige Golfplatz mit den dazugehörigen Gebäulichkeiten war faszinierend. Ein letztes Mal erquickten wir unsere ausgetrockneten Kehlen im lauschigen Bauerngarten, erhaschten einen Weitblick auf die Schneeberge bevor wir müde aber um viele Eindrücke reicher zu Hause ankamen. h.h.