Erste Aus- und Weiterbildungstage von Rüeblichrut (Gesundheitsförderung und Suchtprävention) im Jahr 2019

Am Samstag, 16. und Sonntag, 17. Februar wurden in Aarau die Aus- und Weiterbildungstage von Rüeblichrut durchgeführt. Am Samstag fanden 34 Teilnehmende und 9 Leitende den Weg nach Aarau. Am Sonntag waren es mit 27 Teilnehmenden und 11 Leitende etwas weniger. An den beiden Tagen der Rüeblichrut Aus- und Weiterbildungstagen beschäftigten sich zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene mit Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Jugendlagern.

Neben der Aus- und Weiterbildung fand am Samstag auch die Betreuerausbildung statt, an welcher sich 13 Betreuerende und 2 Leitende beteiligten.

Der Verein Rüeblichrut ist ein Zusammenschluss der Jugendverbände BESJ, Blauring/Jungwacht, Cevi, Pfadi, Jugendschach und weiteren Organisationen im Kanton Aargau. Der Verein verfolgt seit mehr als 20 Jahren das Ziel, in Jugendlagern das Bewusstsein für die eigenen Grenzen zu erkennen, das körperliche und geistige Wohlbefinden zu fördern und somit Gesundheitsförderung und Suchtprävention aktiv umzusetzen. Die Aktivitäten von Rüeblichrut werden vom Kanton Aargau sowie von Voilà, dem Nationalen Dachverband für Gesundheitsförderung und Suchtprävention, in Kinder- und Jugendverbänden gefördert und finanziell unterstützt.   

Bevor die Fachreferentinnen ihr Programm starteten, wurde jeweils von einem  Vereinsleitungsmitglied erläutert, was Rüeblichrut ist und was Rüeblichrut beinhaltet (nähere Informationen unter www.rueblichrut.ch). Die „Neuen, Grundausbildung“ wurden von Nicole Häuptli, Fachmitarbeiterin Suchtprävention Aargau bei interessanten Vorträgen und Gruppenarbeiten in das Thema Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Lebendkompetenzen eingeführt. Neben den Fragen: „Was ist Sucht?“, „Wie und warum entsteht eine Sucht?“ und „Wie ist ersichtlich, ob jemand süchtig ist?“ gab es auch einige Gruppenarbeiten. Sehr lehrreich waren jeweils die Beispiele aus der Praxis.  

In der Weiterbildung wurde das Thema «Lagerteilnehmende mit Herauforderndem Verhalten» behandelt. Dorothee Wilhelm, Psychologin, führte die Teilnehmenden durch zwei interessante Stunden, wo sie einiges über das korrekte Handeln in schwierigen Situationen lernen konnten. Als Beispiel die 3 Spalten Analyse als einfaches Hilfsmittel: Zuerst einen Überblick verschaffen (Situation, z.B. Kind weint), danach nach den möglichen Gründen suchen (Hypothese z.B. Kind hat Heimweh) und danach eine Aktion ausführen (Intervention, Kind ablenken, vielleicht Telefon mit Mami)   

In Gruppenarbeiten konnte das erworbenen Wissen mit konkreten Beispielen, welche die Teilnehmenden in Lagern erlebt hatten angewendet werden. Bei den Präsentationen und Besprechungen gab es einige lernreiche Situationen, so dass die Teilnehmenden gut für ihr nächstes Lager mit Kindern vorbereitet sind.

Nach dem Mittagessen konnte in verschiedenen Workshops das Gelernte vertieft, neues Wissen erworben werden oder die Themenblöcke, welche in den Lagern den Kindern angeboten werden, als Teilnehmende erlebt werden.

Am Ende des Tages gab es noch eine kleine Auswertung, so dass für das Leitungsteam ersichtlich ist, wo es eventuell noch Verbesserungsmöglichkeiten für die nächsten Aus- und Weiterbildungstage, welche am 11. und 12. Mai stattfinden gibt und welche Themen in den Folgejahren von den Teilnehmenden gewünscht werden.