Beide Teams konnten dabei nicht aus dem Vollen schöpfen. Beim HSC Suhr Aarau gesellte sich leider Captain Patrick Romann noch zu den bereits bekannten Abwesenden Tim Aufdenblatten und Beau Kägi, während sich die Verletzten- und Krankenliste des Meisters wie eine eigene Finalrunden-Mannschaft liest: Liniger, Maros, Kindle, Tominec, Delhees und Brännberger fehlten, zudem ging Captain und Geburtstagskind Dimitrij Küttel ebenfalls krank in die Partie, konnte aber zumindest im zweiten Durchgang dann mittun.

Starker Slaninka, cooler Reichmuth

Von Beginn an entwickelte sich vor 1'350 Zuschauerinnen und Zuschauern eine attraktive Partie, der Martin Slaninka seinen Stempel aufdrückte. Beeindruckend, welche Performance der Hüne an der Spitze der 5:1-Abwehr hinlegte, wie er zudem offensiv für seine Mitspieler Lücken riss und entweder selber verwertete oder dann mehrere Siebenmeter herausholte.

Diese verwertete der gewohnt eiskalte Flügel Timothy Reichmuth dann im Stile eines echten Routiniers. Da stand ihm kein geringerer als der kroatische Nationaltorhüter Ivan Stefanovic gegenüber - beeindruckend.

In Abwesenheit von Aufdenblatten und Romann führte Ilan Baumann Regie und tat dies ebenfalls Klasse. Er schmiss sich, ohne Rücksicht auf Verluste, in jede, sich ihm anbietende Lücke, fand seine Mitspieler und holte Zeitstrafen heraus.

Halbzeit auf Augenhöhe

Die Hauptlast im Rückraum aber trug Shooter Milan Skvaril, auf den sich die Abwehr entsprechend konzentrieren konnte, weil die beiden Linkshänder Nikola Isailovic und Raphael Rohr zwar aufopferungsvoll, aber an diesem Nachmittag leider glücklos kämpften.

Gefühlt erzielten die Gäste, der Brachenprimus der vor der Partie nur den dritten Zwischenrang belegte, die einfacheren Tore. Gefühlt belohnten sich die Hausherren aber auch zusehends nicht für ihren gewohnt hohen, leidenschaftlichen Aufwand in der Abwehr.

Kadetten-Topscorer Csaszar oder Linkshänder Szyba trafen bei angezeigtem Zeitspiel auf den letzten Pass noch irgendwie - schmerzhaft für den Gastgeber, dessen Fans entsprechend mitlitten. Hinzu kamen vier Gegenstösse über den Neo-Nationalspieler Max Gerbl, die die Differenz der ersten Halbzeit ausmachten - mit 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

Chancenlos in Durchgang zwei

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff war dann jedoch bereits die erste HSC-Auszeit der zweiten Halbzeit fällig. Und bereits weitere sieben Minuten später sollte bereits die nächste und damit letzte folgen.

Angeführt vom geschickt in Szene gesetzten Zoran Markovic zog der Ligakrösus spielend auf 14:22 (44.) davon, während das Heimteam sich auch mit dem Mittel des siebten Feldspielers nur zu selten klare Chancen herausspielen und diese dann auch verwerten konnte. Gar bis auf 16:26 enteilten die Schaffhauser (52.).

Bis zum Schluss gekämpft

Der HSC Suhr Aarau stemmte sich mit allem, was er hatte gegen die drohende Kanterniederlage. Youngster Lukas Laube konnte sich dabei defensiv mit Blocks und gewonnenen Zweikämpfen ebenso wie offensiv mit zwei Toren aus zwei Versuchen auszeichnen.

Am Ende aber blieben die Adler nach der ersten Halbzeit auf Augenhöhe leider chancenlos gegen den ebenfalls dezimierten Meister. Mit 20:29 endete die äusserst unterhaltsame Partie, nach der das Heimteam weitere, wertvolle Erfahrungen mitnimmt.

Am kommenden Sonntag, 25. Februar 2018 gastiert es im nächsten Finalrundenspiel beim BSV Bern Muri (17.30 Uhr Mooshalle Gümligen) und will dann hoffentlich breiter besetzt wieder angreifen.