Am diesjährigen Ehrenmitgliedertreffen des Regionalturnverbandes Solothurn und Umgebung (RTVSU) erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich näher über den Neubau des Bürgerspitals Solothurn zu informieren. Sogar ein Blick in ein „zukünftiges Patientenzimmer“ war möglich.

Organisator Erich Rothenbühler freute sich, dass trotz hohen Temperaturen zahlreiche Ehrenmitglieder erschienen. Glücklicherweise startete die Besichtigung des Neubaus in einem klimatisierten Pavillon. Hier stand ein Modell des neuen Spitals, welches mit einer Gesamtfläche von 13 Fussballfeldern das grösste Bauprojekt des Kantons Solothurn ist. Nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Bürgerspitals erfuhren die 23 Teilnehmer von Urs Studer, Leiter Infrastruktur, welche Erneuerungen beim rund 340 Millionen Franken teuren Bau zu erwarten sind.

Mehr Platz

Einige Ehrenmitglieder erinnerten sich an eigene negative Erfahrungen im Zusammenhang mit dem bestehenden Bürgerspital und freuten sich, dass diese mit dem Neubau verbessert oder behoben sein sollten. So wird das neue Raumkonzept die Besucher von den Personal- und Logistikwegen trennen. Um lange Wartezeiten zu verhindern, sind auf der Nordseite Lifte für die Besucher vorgesehen auf der Südseite jene für die internen Transporte. Ebenso sollten das Parkhaus mit rund 200 Parkplätzen sowie die Patientenzimmer, welche mit Dusche und WC sowie maximal zwei Betten ausgestattet sind, die Patienten mit mehr Komfort erfreuen. Auch in den alten, bleibenden Gebäuden, wird durch den Umzug mehr Platz entstehen.

Blick ins Demo-Zimmer

Im Anschluss konnten die Ehrenmitglieder ein zukünftiges Patientenzimmer im Verhältnis 1:1 besichtigen. Das Modellzimmer dient dazu, Abläufe und Infrastruktur zu optimieren und Fehler im Vorfeld auszumerzen. Diese Möglichkeit nutzten die Ehrenmitglieder und schreckten beim Begutachten des Demo-Zimmers nicht vor kritischen Fragen zurück. So irritierte beispielsweise ein hoher Schrank, ohne Tablare, der unnütz erschien. Das Geheimnis wurde jedoch sogleich gelüftet. In Zukunft werden Patienten eine mobile Garderobe inklusiv Schliessfach erhalten. Kommt ein Patient auf sein Zimmer, findet die mobile Garderobe Platz in jenem Schrank. Während man sich über diesen Umstand freute, kam die ungleiche Positionierung der Betten weniger gut an. Jenes am Fenster wurde deutlich als bevorzugt eingestuft.

Nach der Besichtigung freuten sich alle über ein feines Apéro im Spitalrestaurant, wo nun genügend Zeit blieb, um sich auszutauschen. Das gemütliche Beisammensein fand seine Fortsetzung im Restaurant Enge.