NLB-Handball

Die verflixten letzten Minuten des TV Solothurn gegen Altdorf

Handball NLB Saison 2017/18, nach dem 5. Platz als Aufsteiger wartet auf den TV Solothurn die schwierige zweite Saison in der zweithöchsten Liga.

TV Solothurn 2017/18

Handball NLB Saison 2017/18, nach dem 5. Platz als Aufsteiger wartet auf den TV Solothurn die schwierige zweite Saison in der zweithöchsten Liga.

History repeating in Altdorf. Wie bereits im Hinspiel vergeigt der TV Solothurn gegen die Innerschweizer einen eigentlich sicheren Vorsprung in der Schlussphase und muss sich mit einem 32:32-Remis begnügen.

Es war derselbe Gegner und am Schluss beinahe die gleiche Geschichte. Anstatt sechs Tore in fünf Minuten kassierte Solothurn dieses Mal drei Tore in zwei Minuten. Wobei dieses Mal auch eine gehörige Portion Pech dazu kam. So erzielte Tom Althaus kurz vor Schluss eigentlich den entscheidenden Treffer für Solothurn, der zum Sieg gereicht hätte.

Sein Schuss flog vom Bein des Altdorfer Torhüters ins Tor, dann ans obere Tornetz bei der Latte, durch ein Loch und blieb gleich auf dem Netz liegen. Die Schiedsrichter gingen daher davon aus, dass der Ball nicht im Tor war. Den anschliessenden Konter verwertete Altdorf zum Anschlusstreffer. Anstatt drei Tore Vorsprung für den TVS war es also nur noch ein Tor.

Zu wenig aggressive Deckung

Dennoch muss sich die Truppe von Marco Kurth auch selber an der Nase nehmen. Das ganze Spiel lang verpasste sie es, eine grössere Differenz vorzulegen. Vor allem die Verteidigung stand für einmal nicht gewohnt sicher. Viel zu viel liessen die Aarestädter die international erfahrene Rückraum-Reihe der Altdorfer frei gewähren.

Und die Routiniers des Heimteams liessen sich nicht zweimal bitten, wenn sie bis auf acht oder neun Meter keinen Verteidiger antragen. So schafften es Spielertrainer Obad (6), der Linkshänder Koljanin (9) und der Aufbauer Kasmauskas (7) auf insgesamt 22 Treffer.

Bis zur 50. Minute konnten die Gastgeber mit diesen leichten Toren jeweils in Führung gehen und die Solothurner mussten konstant einem kleinen Rückstand hinterherrennen. Dass die Gäste nicht distanziert wurden lag einzig daran, dass auch die Altdorfer Defensive zu löchrig war und die Torhüter über das gesamte Spiel nur gerade drei Schüsse abwehren konnten.

Stärker mit Emotionen

Erst als die Partie zehn Minuten vor dem Ende in die entscheidende Phase ging, kamen beidseitig Emotionen auf. Für die Solothurner war dies ein Glücksfall, denn mit diesen Emotionen erstarkte die Abwehr.

Plötzlich wurden die drei gegnerischen Routiniers früher angegangen und bei ihren Schüssen gestört. Und prompt vergaben die Innerschweizer mehrere Chancen, während der TV Solothurn die Führung übernahm und diese auf drei Tore ausbaute.

Wie schon im Hinspiel schalteten die Altdorfer danach um auf eine offensive Manndeckung, um noch einmal das vermeintlich Unmögliche zu schaffen. Vorne hingegen suchte das Heimteam innert kürzester Zeit den Abschluss. Der TVS konnte die wurfsicheren Schützen nicht mehr verteidigen. Der Rest ist die sich wiederholende Geschichte.

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