Sozusagen im tiefsten Winter wurde der Amphibienzaun durch Freiwillige des Natur- und Vogelschutzvereins Unterentfelden wieder instand gestellt. Warum eigentlich bereits jetzt?

Der Amphibienzug hat bis jetzt tatsächlich noch nicht eingesetzt. Sobald die Temperaturen aber über ca. 4°C steigen, suchen diese wechselwarmen Tiere an regnerischen Abenden bei beginnender Dämmerung „ihr“ ehemaliges Laichgewässer auf, um sich dem Laichgeschäft hinzugeben und so für ihre Arterhaltung zu sorgen. Es kann gut sein, dass Ende Februar diese Bedingungen gegeben sind. 

An diesem regnerischen Samstag wurde der Zaun beim Landenhof- und Höhenweg freigemäht, geflickt und aufgerichtet sowie die Schächte für die Amphibienkübel gereinigt. Gleichzeitig wurde der Landenhofweiher, in dem die eingesammelten Kröten und Frösche wieder ausgesetzt werden, ausgelichtet.

Die Erhaltung und Förderung der Amphibienlaichgewässer hat im Aargau, dem Wasserschloss der Schweiz, einen hohen Stellenwert. Sämtliche im Aargau vorkommenden Amphibienarten sind gesamtschweizerisch geschützt. Mit der Betreuung des Amphibienzaunes können wir einen kleinen Beitrag zu diesem Schutz beitragen; die Erdkröten, Grasfrösche und Molche sind auf unsere Unterstützung angewiesen. 

Das Einsammeln der Amphibien wird in den kommenden Wochen durch Schülerinnen und Schüler des Landenhofs und an den Wochenenden von Erwachsenen mit Kindern durchgeführt. Wer Lust und Zeit hat übers Wochenende beim Einsammeln der Tiere zu helfen, kann sich an Ueli Mosimann wenden (062 723 02 57). Vor allem für Familien mit Kindern ist diese Arbeit ein prägendes Erlebnis.