Bereits zum 10. Mal gastierte der Weiterbildungskurs Aktive des Solothurner Turnverbandes (SOTV) am 1./2. Oktober in Willisau. Fast 100 Turnerinnen, Turner und die Leitercrew erlebten ein intensives und abwechslungsreiches Wochenende.

Der diesjährige Weiterbildungskurs Aktive (WBK) im SOTV wartete nicht nur mit sportlichen und kameradschaftlichen Aktivitäten auf. Bereits seit 10 Jahren wird der beliebte Kurs in Willisau durchgeführt und so stand es ausser Frage, auf dieses Jubiläum anzustossen. Gleichzeitig fand auch ein Wechsel in der Leitung statt. Die langjährige Hauptverantwortliche, Rosemarie Strähl (Hünenberg), übergibt nach sieben Jahren die Leitung des Herbstkurses an Marc-Philippe Röösli (Hubersdorf). Mit Anna-Luisa Moser und Fabienne Lüthi aus dem Ressort Aus- und Weiterbildung und Marco Luder sorgt er auch künftig dafür, dass der WBK einfach in jede Agenda von Leiterinnen und Leitern gehört. Rosi Strähl bleibt als Ressortleiterin Aus- und Weiterbildung im SOTV weiterhin mit dem WBK verbunden.

Der WBK ist ein Erlebnis.

Dass der WBK kein trockener und von Theorie dominierter Weiterbildungsanlass im SOTV ist, zeigt schon der Blick ins Programm: Spiele, Geräteturnen, Gymnastik, Leichtathletik, Gesundheit, Lacrosse, Bogenschiessen, Flag Football, Fit-Boxen und anders mehr. Ergänzt mit ausgedehnten Möglichkeiten für den Austausch unter den Kursteilnehmenden und vor allem durch den gemeinsamen Abend im Städtli wird der WBK zu einem Erlebnis. Über den WBK in Willisau gibt es einige „Gschichtli“, die hier aber nicht erzählt werden – einfach teilnehmen und dann weisst du es!

Leiter als Kamera.

Dieses Jahr zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch ganz unterschiedliche Disziplinen, nämlich das „Lernen mit Bildern“. Es muss nicht immer die Technische Leiterin oder der Jugileiter sein, die vor der Gruppe stehen und vorzeigen, korrigieren und Tipps geben. Warum nicht die Turnenden aktiv einbeziehen, indem sie selbst beobachten und Feedback geben, oder man lässt sie einen Ablauf oder eine Bewegung beschreiben. Man kann auch technische Hilfsmittel wie Video einsetzen und die Akteure selbst beurteilen lassen, wo Handlungsbedarf besteht. Die Leiter können dann ergänzend wie eine Kamera den Fokus auf bestimmte Punkte lenken und so die Weiterentwicklung steuern.

Technik, Spassvermittlung, Gesundheitsprävention.

Leitende im Vereinssport müssen einen gut gefüllten Rucksack haben. Einerseits sollten sie über fachliches Know How in den unterschiedlichen Disziplinen des Breitensportes verfügen und mit coolen Turnstunden für Spass sorgen. Eine zentrale Aufgabe ist aber die Sicherheit der Turnenden, insbesondere das Vermeiden von Verletzungen. Theoretische Grundlagen werden durch praktische Hilfestellungen ergänzt. Gerade im Turnen mit Kindern ist es wichtig, altersgerechte Aktivitäten zu lancieren.

Das Kurskonzept des WBK ist etabliert, trotzdem ist Rosemarie Strähl überzeugt, dass mit der neuen Leitercrew zusätzliche Impulse dazukommen. Die Teilnehmerzahl war dieses Jahr erfreulich hoch, sie hofft, dass das auch 2017 so bleibt, oder dass die 100er Marke eventuell sogar geknackt wird.