Mitte Januar trafen sich die Mitglieder der Chlausenzunft zum 10. Bott im Bürgerraum. Die vollzählige Zunftschar samt Gästen gönnte sich wie jedes Jahr vor den statutarischen Geschäften ein feines, reichhaltiges Raclette. Gestärkt wurde anschliessend die reich befrachtete Traktandenliste in Angriff genommen.

Zunftmeister Robi Hauri begrüsste alle Anwesenden, besonders die Gäste Philipp Niklaus von der Einwohnergemeinde, Urs Jäggi von der Bürgergemeinde und Edi Jäggi von der Kirchgemeinde. Pius Jäggi wurde als Stimmenzähler gewählt. Das Protokoll des 9. Chlausenbottes wurde ohne Beanstandung bzw. Ergänzung einstimmig angenommen und der Zunftschreiberin Claudia Schneider verdankt. In seinem Jahresbericht blickte der Zunftmeister kurzweilig und unterhaltsam auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Chronologisch begann das Jahr mit dem Bott im Januar. Das Palmbaumbinden fand Mitte März wiederum auf dem Hof der Familie Moll statt. Dank der guten Vorbereitung und der fachkundigen Mithilfe der Zunftmitglieder, konnten die schmucken Palmen der sieben Erstkommunikanten rasch erstellt werden. Am Frühlingsbasteln nahmen 42 Kinder teil. Und im Rahmen des Ferienpasses waren 100 Kinder im Einsatz. Schweiz bewegt fand auch im 2018 mit Beteiligung der Chlausenzunft statt. Diesmal wurde den Teilnehmern eine interessante Foto-Rally geboten. Gegen 100 Personen nahmen am Anlass teil. Bei bestem Wetter führte die Zunft im Juni wiederum das Patrozinium beim Waldhaus durch. Dank umfangreichen Vorarbeiten und der umsichtigen Organisation unter Leitung von Claudia Schneider wurde der Anlass wiederum zum Erfolg. So wurden 280 Portionen Risotto, feine Steaks und Würste verkauft. Ebenfalls grossen Anklang fand das reichhaltige Kuchenbuffet. Kurz darauf fand an gleicher Stätte der Sommeranlass für die ganze Zunftfamilie statt. Adrian Wicki wurde bei dieser Gelegenheit verabschiedet und für seine Verdienste zum Ehrenchlaus ernannt. Am Arbeitstag Mitte September erstellte eine grosse Anzahl Zunftmitglieder schöne Kerzen mit Serviettentechnik. 43 Kinder in Begleitung ihrer Eltern waren am Herbstbasteln beteiligt und erstellten herzige Weihnachtsdekorationen.

Mit dem Rüsten der Deckäste für den Adventskranz begann die intensivste und schönste Zeit. Unter Anleitung von Margrit Jäggi wurde wiederum ein prächtiger Adventskranz erstellt. Anschliessend luden Pius und Margrit Jäggi noch zu einem Apéro ein, an welchem ihre neue Iffele vorgestellt wurde. Am 2. Dezember fand der Chlauseneinzug statt. Wegen dem schlechten Wetter konnte dieser leider nicht im Wald stattfinden. Dennoch fanden sich viele kleine und grosse Gäste in der Kirche ein. Der Samichlaus samt Gefolge wurde sehnlichst erwartet. In Begleitung zweier Schmutzlis und einem Engel stellte er sich beim Altar auf und bat die Kinder, sich zu ihm zu setzen und erzählte allen eine schöne Geschichte. Einige Kinder getrauten sich, ihr Versli vorzutragen. Als Dank durften alle kleinen Kinder ein Chlaussäckli abholen. Auch die Musikanten der MG Härkingen wurden für ihre Vorträge, die den Anlass musikalisch untermalten, mit einem Chlaussäckli belohnt. Zu aller Freude verteilte der Engel auch goldene Wunschnüsse. Zunftmeister Robi Hauri durfte die grösste Wunschnuss entgegennehmen. Viele Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, sich mit Zopf, Punsch und Glühwein, den die Zunft offerierte, zu verpflegen oder gönnten sich eine Wurst vom Grill. Die Familienbesuche fanden an zwei Abenden statt. Es durften 43 Kinder und ihre Angehörigen besucht werden. Wie jedes Jahr wurden die Waldspielgruppe Waldfröschli sowie die Senioren besucht. Chlaus und Schmutzli besuchten zudem gegen 70 Kinder in einem Einkaufscenter. Der Zunftmeister sprach allen beteiligten Zunftmitgliedern seinen Dank für die geleisteten Einsätze aus und speziell bei Claudia Schneider und Dominique Aeby für den grosszügigen Apéro beim Auschläuseln. Der Jahresabschluss wurde mit dem Weihnachtshöck Mitte Dezember gefeiert. Viele Mitglieder genossen einen gemütlichen Abend im schön dekorierten Fröschensaal bei Speis und Trank. Für Unterhaltung sorgte auch in diesem Jahr das beliebte Wichtelspiel. Der Zunftmeister bedankte sich bei allen Zünftlern und dem Zunftrat für die geleistete Arbeit im 2018. Sein Jahresbericht wurde einstimmig angenommen.

Das Patrozinium im vergangenen Jahr war wiederum von Erfolg gekrönt und fand grossen Anklang in der Bevölkerung. Deshalb entschied sich die grosse Mehrheit am Bott dafür, den Anlass auch dieses Jahr wieder durchzuführen. Ein spezieller Dank gebührt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, welche nicht Mitglieder der Zunft sind. Zunftkassierin Livia Hadorn erläuterte die Jahresrechnung, welche wiederum mit einem Gewinn abgeschlossen werden konnte. Kassenrevisorin Yvette Portmann-Studer bestätigte die einwandfreie Kassenführung. Sie beantragte die Aufnahme eines zusätzlichen Postens ins Budget. Dem Antrag wurde stattgegeben und die Rechnung unter Verdankung einstimmig genehmigt. Zwei Mitglieder haben leider ihren Austritt aus der Zunft gegeben. Auch der Zunftrat erfährt Aenderungen aufgrund von drei Demissionen. Die austretenden Zunfträtinnen Claudia Schneider, Livia Hadorn und Manuela Cariola wurden für Ihren Einsatz mit einem Geschenk belohnt, ebenso Rosi Basile für Ihren grossen Einsatz als Leiterin der Bastelanlässe und Margrit und Pius Jäggi für die prächtige neue Iffele.

Der Zunftrat beantragte dem Bott eine Statutenänderung bezüglich der Zusammensetzung des Zunftrates. Nach Voten aus der Versammlung wurde die Statutenänderung einstimmig angenommen. Neu setzt sich der Zunftrat wie folgt zusammen: Robi Hauri, Zunftmeister; Enzo Cariola, Zunftmeister Stv.; Zunftscheiber/in vakant; Marcel Studer, Zunftkassier; Rosi Basile, Chefin Anlässe/Kontaktperson Schule. Yvette Portmann-Studer wird Chefin Pressearbeit (ohne Stimmrecht); Margrit Jäggi und Yvette Portmann-Studer, Kassenrevisorinnen. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Aus dem Jahresprogramm sticht sicherlich das 10-Jahre-Jubiläum heraus. Der Zunftmeister bat alle, sich die Termine dick in der Agenda anzustreichen. Das Budget sieht unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Aufwandpostens für das neue Vereinsjahr einen kleinen Verlust vor. Diese Investition wird auf Antrag des Zunftrates vom Bott genehmigt. Von Seiten der Zunftmitglieder erfolgen keine Anträge.

Unter Traktandum Verschiedenes wurde angeregt diskutiert. Der Zunftrat wird einige Voten aufnehmen und nach Lösungen suchen. Die Gäste bedankten sich für die Einladung zum Bott. Urs Jäggi regte an, neue Mitglieder zu suchen um das Brauchtums aufrecht erhalten zu können und Philipp Niklaus für die leuchtenden Augen, wenn der Samichlaus zu Besuch kommt. Zunftmeister Robi Hauri bedankt sich bei allen Mitgliedern für den grossen Einsatz, bei Bürger-, Einwohner- und Kirchgemeinde für die grosszügige Unterstützung, ebenso der Kommission Schule, Jugend und Kultur, bei allen Sponsoren und Gönnern und für die leckeren Salate und Desserts an den Vereinsanlässen. Er schloss den Bott offiziell und leitete zum herrlichen Dessertbuffet über. (MST)