Ein weiterer Anlass in unserem 111. Jubiläumsjahr war die Brunchfahrt vom 11. September 2016 von Solothurn nach Wangen an der Aare.

Bereits am Samstagnachmittag holten wir mit dem Motorboot zwei Übersetzboote bei unseren Wangener Kameraden ab. So trafen sich am Sonntagmorgen 2 mal 11 Personen ( zähle 22 ) kurz vor 8 Uhr im Bootshaus in Solothurn um pünktlich los zu rudern , den ¾ Stunden später hatten wir bereits unser Rendez-vous mit dem Schleusenwärter in Flumenthal . So ging es vorbei an der noch schlafenden , respektive ruhenden Stadt , wo bis auf 5 Nachtschwärmer beim Soleure keine weiteren Humanoide zu sehen waren , dafür jede Menge Schwäne und Enten .Logisch haben wir bei dem ausgewählten, schönsten Sonnenscheinwetter die ruhige Fahrt genossen . Vorbei an der Riesenbaustelle „BIOGEN“ in Luterbach wo momentan mit 7 Kränen ein neues Produktionszentrum für biopharmazeutische Produkte hochgezogen wird . Nach Bauende 2019 sollen dort bis zu 400 neue Arbeitsplätze entstehen . Als Kontrast , gleich gegenüber am linken Flussufer sieht man die trostlosen Zeitzeugen der ehemaligen Zellulosefabrik Attisholz , wo Gebäude bereits am zerfallen sind . Da passte Bild und Datum 9/11 ( der Anschlag auf die Twin-Tower in New York ) exakt. Patric erzählte uns von der Tapas-Bar La Chiquita , in dem gelben , zur Bar umgebauten Waggon auf dem Gelände der Zellulosefabrik werde von 11 bis 22 Uhr verschiedene Drinks und Snacks serviert , das Areal belebt sich so wieder und ein Besuch lohne sich wirklich , meinte er .Leider war es noch zu früh am Morgen sonst hätten wir dies gleich testen können. Kurz darauf erreichten wir aber schon unser Zwischenziel , die Schleuse bei Flumenthal.
Bis auf zwei Pontoniere je Boot , stiegen alle aus und passierten das Kraftwerkhindernis zu Fuss. Der Zeitdruck mit Schleusen war ja jetzt weg und so konnten wir in den „Gondoliere-Modus“ schalten .Der untere Teil der Aare, direkt nach dem Kraftwerk, ist sehr naturbelassen und scheint teilweise fast unberührt und ruhig. Fährt man jedoch weiter , hört man plötzlich die Geräusche der nahen Autobahn und fertig ist die Stille. Weiter flussabwärts kam dann rasch das Depot der Pontoniere Wangen in Sicht .
Nach dem Anbinden und Abrüsten der Boote ging es zu Fuss ins Städtchen Wangen zum wohlverdienten Brunch ins Hotel Krone . E Guete .
Satt und zufrieden fuhren wir mit der SBB anschliessend wieder nach Solothurn.
Herzlichen Dank den Organisatoren dieses Anlasses und einen herzlichen Dank unseren Wangener Kameraden für die Benützung der Boote (möge unser Geist ein wenig in den Schiffen haften bleiben).

Martin Scheidegger

Weitere Info unter:
pontoniere-solothurn.ch
facebook.com/PontoniereSolothurn