Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau

Besuch des Bosnischen Roten Kreuzes im Aargau

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Austausch über Grenzen hinweg: Zwei ganz verschiedene Rotkreuz-Organisationen,    die die gleichen humanitären Grundwerte des Roten Kreuzes miteinander teilen.   (Regula Kiechle (2.v.l.) und Nina Vladović (2.v.r.) vom Aargauer Roten Kreuz, Mihela Hinic, Landeskoordinatorin SRK für Bosnien, mit den Gästen des Bosnischen Roten Kreuzes (v.l.n.r): Namik Hodžić, Rajko Lazić, Đoko Mihajlović und Denis Šehanović)

Austausch über Grenzen hinweg: Zwei ganz verschiedene Rotkreuz-Organisationen, die die gleichen humanitären Grundwerte des Roten Kreuzes miteinander teilen. (Regula Kiechle (2.v.l.) und Nina Vladović (2.v.r.) vom Aargauer Roten Kreuz, Mihela Hinic, Landeskoordinatorin SRK für Bosnien, mit den Gästen des Bosnischen Roten Kreuzes (v.l.n.r): Namik Hodžić, Rajko Lazić, Đoko Mihajlović und Denis Šehanović)

Eine vierköpfige Delegation des Bosnischen Roten Kreuzes besuchte letzte Woche das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Kanton Aargau. Wie ist ein Kantonalverband des SRK organisiert? Welche Erfahrungen hat das SRK Kanton Aargau aus dem Zusammenschluss seiner Sektionen 2001 gemacht? Diese Fragen standen im Zentrum des Austausches.

Das Bosnische Rote Kreuz ist komplex aufgebaut mit vielen regionalen und lokalen Einheiten, die teilweise selbständig organisiert sind. Die Delegation aus Bosnien will die Zusammenarbeit mit diesen Einheiten neu aufstellen und wollte sich daher mit dem SRK Kanton Aargau über dessen Erfahrungen austauschen. Dieser fusionierte 2001 seine vier Sektionen, die bis dahin alle selbständige Vereine waren mit eigener Geschäftsführung. Heute besteht das Aargauer Rote Kreuz aus vier Regionalstellen im Kanton, die von einer Geschäftsstelle in Aarau geführt werden.

Die Gäste aus Bosnien stellten viele konkrete Fragen, woraus rege Diskussionen entstanden: Was sind Vor- und Nachteile, wenn die regionalen und lokalen Rotkreuz-Einheiten zusammengeschlossen werden? Reicht es, wenn diese gemeinsame strategische Stossrichtungen haben? Wie können Bereiche wie Marketing, Buchhaltung oder Personalwesen zusammengeführt werden? Wie kann der gemeinsame Auftritt aller Einheiten gestärkt werden?

Eigenheiten berücksichtigen

Ein Punkt betonte Regula Kiechle, Geschäftsführerin SRK Kanton Aargau, besonders: «Die Schweiz ist nicht Bosnien. Wir hatten in jüngster Zeit keine Kriege und auch gesellschaftliche Normen, Werte und Bedürfnisse sind verschieden. Diese Eigenheiten muss man sich bewusst sein und es gilt, diese zu berücksichtigen.» Daher könne sie zwar Gedankenanstösse, aber kein Patentrezept dem Bosnischen Roten Kreuzes auf den Weg geben. Der Austausch war für die Gastgeber und die Gäste lehrreich und gab Einblicke in zwei ganz verschiedene Rotkreuz-Organisationen, die aber durch die gleichen humanitären Grundwerte des Roten Kreuzes miteinander verbunden sind.

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