Handball NLB

Beim Gastspiel den ungeschlagenen Co-Leader geknackt: Der TV Solothurn gewinnt 30:28 gegen den STV Baden

Dylan Brandt führte den TVS mit 13 Toren zum Sieg und war der überragende Mann auf dem Feld.

Drei Siege aus drei Spielen. Das war die Bilanz des STV Baden – bevor die Solothurner zu Gast kamen. Der TVS brachte den Aargauern die erste Niederlage der Saison bei. Dank guter Deckung und einem überragenden Dylan Brandt siegen die Gäste am Ende mit 30:28.

Die Verteidigung war zuletzt der Grund für eine ärgerliche Niederlage gegen die zweite Mannschaft der Kadetten Schaffhausen. So machte sich der TV Solothurn auswärts in Baden daran, die Scharte auszuwetzen.

Keine leichte Aufgabe, war Baden doch zu diesem Zeitpunkt eines der drei Teams, die noch mit weisser Weste dastanden. Zudem gilt die Truppe von Trainer Björn Navarin seit Jahren zu den Top-Mannschaften in der NLB.

Die Solothurner zeigten sich von Beginn weg frisch und versuchten, dem Favoriten gleich nach dem Anpfiff zu zeigen, dass die Partie kein Spaziergang würde. Die Gastgeber schienen denn auch etwas überrascht, wie der TVS loslegte und nach sieben Minuten lag der Underdog mit 4:1 in Front. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass Baden nicht den besten Tag erwischte. Die sonst so souveränen Aargauer verzeichneten ungewohnt viele technische Fehler und Fehlwürfe.

Wiedererstarkte Solothurner Abwehr

Dies Unzulänglichkeiten waren jedoch nicht nur selbstverschuldet, sondern zumeist der provokativen TVS-Deckung geschuldet. Denn die Solothurner vertrauten ein weiteres Mal auf die offensivere Abwehrvariante mit einem vorgestellten Mann. Dieser sollte den starken Rückraum der Aargauer bestehend aus Bühler, Zuber und Knecht bereits im Ansatz stören und zu Fehlern zwingen.

Und grösstenteils gelang dies hervorragend. Die beiden Topschützen Badens aus dem letzten Jahr, Bühler und Zuber, blieben über weite Strecken wirkungslos. Einzig den ehemaligen NLA-Spieler Knecht kriegten die Solothurner nie in den Griff. Dank der sonst ausgezeichneten Defensive, eigentlich das Sorgenkind der ersten drei Partien, waren die neun Tore von Knecht aber zu verkraften.

Denn in den eigenen Reihen hatte Solothurn einen Mann, der noch vier Treffer mehr erzielte als der beste Schütze des Gegners: Dylan Brandt. Brauchte der TVS ein Tor, war die Leihgabe des HSC Suhr Aarau stets zur Stelle. 13 Würfe des erst 19-jährigen Talents fanden den Weg ins gegnerische Gehäuse. Ein ums andere Mal waren die Aargauer vom Tempo ihres Kantonsgenossen überfordert. Und war es einmal nicht Brandt, dann sprang Nebenmann Amer Zildzic (7 Tore) in die Bresche.

Beeindruckendes Umschaltspiel des TVS

War die erste Halbzeit (12:11) noch von den starken Abwehrreihen und Fehlern im Angriff geprägt, entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein spektakuläres Spiel. War es nach dem Seitenwechsel noch der STV Baden, der vorlegte und mit drei Toren in Front ging, kippte das Spiel ab der 40. Minute (17:17) in die andere Richtung.

Obwohl nun mehr Tore fielen, war die Abwehr der Solothurner in dieser temporeichen Partie nach wie vor überragend und sicherte sich viele Bälle. Mit schnellen Kontern wurden diese Ballgewinne anschliessend in Zählbares umgemünzt. Die 26:22-Führung in der 52. Minute war der Lohn für den Einsatz der Aarestädter. In den Schlussminuten versuchte Baden zwar noch einmal alles, doch auch dadurch liessen sich die abgeklärten Solothurner nicht mehr beeindrucken.

Nun warten harte Wochen auf den TVS. Am kommenden Donnerstag kommt es im heimischen CIS zum Cup-Knaller gegen das NLA-Topteam aus St. Gallen, bevor es dann in der Liga gegen die starken Teams des Tabellenzweiten Stans, Leader Möhlin und Stäfa weitergeht.

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