Ausgangspunkt der heutigen Wanderung der Pro Senectute Olten war Riedtwil im Oberaargau, welches wir via Herzogenbuchsee und einer anschliessenden Busfahrt übers Land erreichten. Nach der Begrüssung der 15 Wanderfreunde durch die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli gings erst mal zum obligaten Startkaffee ins Restaurant Bahnhof. Die Wanderung begann bei angenehmen Temperaturen vorbei an prächtigen Bauernhäusern und der vom Zerfall bedrohten alten Mühle. Der Weg führte weiter durch eine bezaubernde Landschaft hinein in den stillen und angenehm kühlen Mutzbachgraben, welcher das Emmental vom Oberaargau trennt. Zwischen den bewaldeten Hängen schlängelt sich der Mutzbach von einer Talseite zur anderen. Bald einmal standen wir vor dem eindrücklichen Mutzbachfall, dem höchsten Wasserfall im Emmental. Danach galt es über eine kurze Metallleiter eine kleine Felswand zu überwinden. An der Oberkante des Kessels führte das Weglein weiter durch einen prächtigen Buchenwald und danach recht steil hinauf zur Höhe von Rüedisbach. Das Picknick musste heute verdient werden, galt es doch den von weitem sichtbaren Oberbüelchnubel zu bezwingen. Aber die Anstrengung hatte sich gelohnt, bot sich uns doch während der Gipfelrast eine Rundumsicht von den Berner Voralpen bis zum Jura. Durchs hügelige Emmental und immer wieder vorbei an gut erhaltenen und mit Blumen geschmückten Höfen mit Wohnhäusern, Stallungen und Speichern machten wir noch einen Abstecher nach Brechershäusern mit der berühmten „Glungge“. Der imposante Hof mit Schindeldach war in den 50er Jahren Kulisse für die Gotthelf-Klassiker „Uli der Knecht“ und „Uli der Pächter“. Er gehört zu den ältesten Bauernhäusern im Kanton Bern. Wir liessen uns genügend Zeit zur Besichtigung. Wogende goldgelbe Weizenfelder begleiteten uns auf dem letzten Teil des Weges hinunter nach Wynigen, wo im Gartenrestaurant die mit Höhepunkten gespickte und abwechslungsreiche Wanderung ihren Abschluss fand. (Wandergruppe Pro Senectute Olten)