Alle kennen die Radio-Eriwan-Witze – aber wo genau liegt eigentlich Eriwan? Eine neugierige Gruppe von Oltnerinnen und Oltnern machte sich am 16. September unter der Leitung von Pfarrerin Katharina Fuhrer auf, um sich auf einer zehntägigen Reise ein eigenes Bild von dieser Stadt und von Armenien zu machen. Sie erlebten ein faszinierendes Land der Berge und Pässe, der Weitblicke über Gebirge und tiefe Täler. Am Horizont ragte fast immer der 5137 Meter hohe Ararat, auf dem Noah nach der Sintflut mit seiner Arche gelandet sein soll. Einst lag er im Zentrum grosser Armenienreiche, heute zur grossen Trauer der Armenier jenseits der Grenze in der Türkei.

Die Fahrt im komfortablen Bus durch atemberaubende Landschaften führte uns zu den zahlreichen alten Klöstern, für die Armenien berühmt ist. Sie erzählen von der langen eigenständigen christlichen Geschichte Armeniens, das erste Land mit dem Christentum als Staatsreligion seit dem Jahr 301.

Ein besonderes Erlebnis war eine ruppige Fahrt auf den 3300 Meter hohen Ughtasar mit uralten Felszeichnungen. Die kundige Reiseführerin Aida brachte uns die wechselvolle, oft leidvolle Geschichte und die eigenständige Kultur Armeniens kompetent und auch mit Humor und Radio-Eriwan-Witzen gewürzt näher. Fazit: Armenien ist eine Reise wert.

Andreas Lötscher, Reiseteilnehmer (gekürzter Bericht; vollständiger Bericht auf https://www.ref-olten.ch/kg/olten/bericht/122 )