NLB-Handball

Am Ende überzeugt der STV Baden

Pascal Bühler fällt verletzt aus.

Pascal Bühler fällt verletzt aus.

Zum dritten Mal in Folge erzielt Städtli 1 in 60 Minuten 26 Tore. Was nach einem Sieg und einer Niederlage nun zu einem Unentschieden reichte.

Die Hiobsbotschaft vorneweg: Pascal Bühlers Verletzung aus dem Birsfelden-Spiel hat sich als schlimmer erweisen als befürchtet: Mit lädiertem Syndesmoseband fällt der Badener Leistungsträger für den Rest der Saison aus.

Eine gewichtige Hypothek fürs Auswärtsspiel in Solothurn, wo die Stadtturner ohnehin unter beträchtlichem Erwartungsdruck standen, sich für die diskrete Leistung gegen Wädenswil/Horgen zu rehabilitieren. Und es kam noch dicker: Stäfa und Gossau hatten unerwartet Punkte liegen lassen – mit einem Auswärtssieg wäre auch gleich noch die Tabellenführung wieder zurückgeholt.

Dass es die Spieler von Trainer Björn Navarin besonders gut machen wollten, war von Beginn weg offensichtlich. Bloss kann zu viel Motivation auch hinderlich sein: In den ersten 30 Minuten äusserte sich die Badener Treffsicherheit jedenfalls primär darin, den gegnerischen Torwart abzuschiessen. Städtli 1 suchte seine Form, während die aufsässigen Solothurner ihre Chancen konsequent in Tore ummünzten.

Das Fazit der Badener Bemühungen zur Pause: 5 Tore Rückstand, eine Trefferquote von 50 Prozent und eine Defensive, die Mal für Mal mit Kreiszuspielen und verdeckten Würfen düpiert wurde – das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

In die zweite Halbzeit starteten die Stadtturner erst nicht wesentlich erfolgreicher. Aber während Solothurn nicht weiter zulegen konnte, kamen die Badener bald spürbar besser ins Spiel und erhöhten speziell im Angriff die Schlagzahl. Nebst Spielmacher Ilan Baumann (7/10) und dem gewohnt kampfstarken Seppi Zuber (7/9) fiel nun vor allem Neuzuzug Raphael Rohr (5/8) auf, der im dritten Spiel in Städtli-Farben erstmals so richtig auf Touren kam und dafür schliesslich als Badener MVP ausgezeichnet wurde.

Dass er sich darüber nicht so richtig freuen konnte, lag am Schlussresultat. Die zweite Halbzeit hatte man zwar 9:14 gewonnen, unter dem Strich reichte das aber eben bloss zu einem 26:26 Unentschieden. Ein zweifellos gerechtes Resultat – mit dem schalen Beigeschmack, dass an diesem Sonntagnachmittag auf dem Platz und in der Tabelle einiges mehr möglich gewesen wäre.

Schon am Mittwochabend muss Städtli 1 beweisen, dass die Leistung in der zweiten Halbzeit die Rückkehr zur Normalform war: In der heimischen Aue geht es am 19. Februar um 20 Uhr gegen die SG GS/Kadetten Espoirs. 

HOPP STÄDTLI!

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