In diesem Jahr gab es ein paar Informationen mehr als in anderen Jahren. Somit wussten die Teilnehmerinnen, dass in Leukerbad ein Hotel für die Übernachtung reserviert war.
Die Einpackliste gab dann aber trotzdem ein paar Fragen auf. Badekleid einpacken, ja. Badetuch einpacken? Dieses stand nicht auf der Liste. Dafür wurde verlangt, dass die Abendgarderobe nicht nur aus dem Damenriegentrainer bestand, es dürfe auch ein kleines Schwarzes sein.
Ein Rucksack sollte aber schon gepackt werden und dies mit den wesentlichen und wichtigsten Utensilien. Aber auch hier waren dann die Grössen und Inhalte der Rucksäcke sehr unterschiedlich.

Am Samstag, 3. September 2011, war es dann endlich soweit und wir starteten mit dem Bus um 7.21 Uhr.
Sollten wir nicht 14 Teilnehmerinnen sein? Obwohl mehrmals abgezählt wurde, es reisten nur 13 Turnerinnen im Bus mit. Wer fehlte? Unsere Präsidentin Irene Richiger. Ob sie wohl verschlafen hatte? Wir waren aber sicher, dass wir sie in Olten oder spätestens in Kandersteg treffen würden.
Erstaunlicherweise, war Irene bereits am Bahnhof Schönenwerd und wartete auf uns. Sie wollte chauffiert werden! Super! Nun waren wir komplett.
Die Zugsreise nach Kandersteg verging wie im Fluge. Sicher hat auch das feine Zöpfli mit dem Schoggistängeli, welches uns Iris, mitgebracht hat, seines dazugetan.

In Kandersteg eingetroffen, konnten bereits die kurzen Hosen montiert werden. Nicht zu vergessen die Sonnencreme einmassieren und mit der Sonnenbrille aufgesetzt nahmen wir den ersten Teil unserer Reise in Angriff.

Bei der Bergbahnstation angelangt, stellten wir fest, dass ein Almabzug stattfand. Ein paar Turnerinnen, verpflegten sich bereits an den Marktständen und Irene Capillo nahm diese Pause sofort wahr, um sich im Restaurant mit einem Kaffee zu stärken.

Mit der Gondel ging es dann ab in die Höhe und nun konnten wir unsere Wanderung definitiv in Angriff nehmen.

Nach dem ersten Anstieg, machten wir Pause und genossen die Sonne und Aussicht. Nicht zu vergessen, dass wir uns mit einem Becher Wein stärkten und uns dann zum Gruppenfoto aufstellten. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir das Restaurant Schwarenbach. Da konnten wir natürlich nicht vorbeigehen ohne den feinen Zwetschgenkuchen oder ein Glace zu geniessen. Gestärkt mit einem Hauskaffee oder einem Kaffee Lutz ging dann der Weg zum Daubensee schon fast von alleine. Hier war geplant, dass sich ein paar Mutige in den See stürzen würden. Es zogen aber Wolken auf und der Wind war auch nicht sehr angenehm und aus diesem Grund, war der Aufenthalt nur sehr kurz. Die eine Hälfte der Reiselustigen wanderte auf der rechten Seite um den See herum und die anderen nahmen den kürzeren Weg links unter die Wanderschuhe.

Auf dem Gemmipass angelangt, genoss man die Aussicht auf der Plattform nach unten zum Übernachtungsziel Leukerbad. Als wir wieder komplett waren, ging es mit der Gondel nach Leukerbad. Wäre nicht noch ein Badeplausch angesagt, hätten sogar ein paar Turnerinnen den Abstieg nach Leukerbad gewagt. Nun waren wir natürlich gespannt, in welchem Hotel wir nächtigen würden. Wow. Haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir vor einem Hotel mit 4 * standen. Nun war uns natürlich klar, wieso wir das kleine Schwarze und die High-Heels einpacken sollten.

Die Zimmer waren schnell bezogen und nun waren wir bereit für die Badewelt. Nur leider war der Weg nicht ganz einfach. Zu Zweit zog man los, um den Wellness-bereich zu suchen. Bald waren wir zu viert und zu sechst unterwegs. Nach einigen Irrungen und Wirrungen haben wir es dann geschafft und der Aussenpool war unser. Die Massagedüsen genossen wir sehr. Auch die Sauna wurde getestet und im Liegestuhl mit einem Becher Tee liessen wir es uns gut gehen. Leider war die Zeit zu schnell um und wir mussten uns bereits startklar machen für den Apéro an der Hotelbar.
An einem wunderschön gedeckten Tisch wurden wir dann mit einem Dreigangmenü verwöhnt. Als Abschluss eines ersten wunderschönen Tages gönnten wir uns noch einen Schlummertrunk und testeten all die feinen Drinks die angeboten wurden.

Das Frühstücksbuffet am Sonntagmorgen war einmalig. Gerne wären wir noch länger sitzen geblieben. Aber der Bus war für uns reserviert. In Leuk Stadt stiegen wir wieder aus und suchten uns den Weg zwischen den Rebbergen hindurch nach Salgesch. Dort wurden wir bereits von einem Weinbauern erwartet. Bei einem feinen Walliserplättli wurden wir mit feinem Rebensaft verwöhnt. Auch hier verging die Zeit wie im Fluge und wir mussten uns wieder auf den Weg zum Bahnhof machen.

Wohin es nun weitergehen sollte? Bereits in St. Leonhard mussten wir den Zug verlassen.
Der Wegweiser führte uns zum Lac Souterrain.
Der unterirdische See ist ein Erlebnis für sich. Das 300 Meter lange und gegen 20 Meter breite Unterweltgewässer wird in grossen Booten mit einem persönlichen Gondoliere erkundet.

Anschliessend war nochmals eine Wandertour von 1.5 h nach Sion angesagt. Haben wir uns vielleicht doch zuviel über das drückend, heisse, Wetter beklagt? Haben wir unsere Regenkleider doch nicht vergebens eingepackt. Ja, nun wurden wir nicht nur von Innen nach Aussen nass sondern auch von Oben nach Innen. Doch auch dieser Regengruss liess die Laune nicht sinken. In Sion angekommen suchen wir in der Altstadt unser Restaurant, bei welchem wir für eine kleine Zwischenverpflegung reserviert hatten.

Kurz vor 19 Uhr ging es mit dem Zug wieder Richtung Heimat und um 21.15 Uhr war dann unsere Damenriegenreise bereits eine schöne und erlebnisreiche Vergangenheit.
Text: Silvia Beck / Foto: Iris von Däniken