Auch dieses Jahr bietet sich die Gelegenheit, an zwei Abenden je einen Film im Rahmen des Bühlkinos Schönenwerd geniessen zu können. Unter den Linden auf dem Vorplatz der Stiftskirche Schönenwerd ist es bei heissem Wetter gemütlich kühl, was Anlass sein könnte vor der Vorführung, welche beim Einbruch der Dunkelheit beginnt, etwas zu essen. Ausgewählt haben die Veranstalter zwei Filme, welche sicher das Interesse des Publikums finden werden.

Freitag, 16. August: Nebelgrind

Nebelgrind ist ein Filmdrama, welches die Probleme mit der Demenzkrankheit Alzheimer thematisiert. Bauer Jürg will es nicht glauben, dass sein Vater nicht nur an Altersvergesslichkeit leidet, sondern ernsthaft krank ist. Da er sich weigert etwas zu unternehmen, lässt ihn seine Frau Fränzi für zwei Wochen allein. In dieser Zeit realisiert Jürg, dass etwas unternommen werden muss, um seinem Vater das Leben zu erleichtern. Und er wird erfinderisch und findet Wege, um seinen Vater zum Mitmachen zu bewegen. Die Regisseurin Barbara Kulcsar hat den Mut, ein Thema zu behandeln, das in unserer Gesellschaft immer wieder aufleben dürfte. Der Film ist aber, obwohl er zum Nachdenken anregt, unterhaltsam.

Samstag, 17. August: Der Krieg der Knöpfe

Krieg der Knöpfe ist eine Komödie, basierend auf dem Roman von Louis Pergaud (1882–1915). Der Jugendroman «La guerre des boutons» wurde 1912 veröffentlicht. Der Schriftsteller meinte dazu, dass «La guerre des boutons un roman de ma douzième année» (ein Roman aus meinem 12. Lebensjahr) sei. Der Schriftsteller fiel 1915 im Ersten Weltkrieg. Sein Werk wurde 1962 unter der Regie von Yves Robert zum ersten Mal verfilmt. Später folgten weitere Versionen dieses Themas. Die Verantwortlichen des Bühlkinos wählten die Version von Regisseur Christophe Barratier von 2011, der die Handlung ins Jahr 1944 verlegte. Das Grundthema wurde dabei beibehalten, das von zwei rivalisierenden Jugendgruppen handelt, welche sich gegenseitig bekämpfen. Den Unterlegenen wurden von den Siegern die Knöpfe an der Kleidung abgetrennt. Die Filmkomödie ist äusserst unterhaltsam, wenn sie auch keine grossen Probleme, sondern eher das Problem des Erwachsenwerdens als Inhalt hat. Und vor allem: Die Jungen finden am Schluss zusammen, was den Erwachsenen nicht gelingt.

Die Vorführungen beginnen bei Einbruch der Dunkelheit. Eintritt pro Person Fr. 12.–. Ab 19 Uhr kann man sich mit feinen Bühlhamburgern, Grillspezialitäten oder Crêpes verpflegen.