Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter ADS, der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Aber was versteht man eigentlich unter ADS? Darüber berichtete der Psychologe M. K. vom Kinder- und Jugendpsychiatriedienst der Solothurner Spitäler AG an der Informationsveranstaltung am 11. März 2014 in Selzach.

Es handelt sich um eine Krankheit, die in zwei Kategorien eingeteilt werden kann: Bei ADS verhalten sich die Betroffen eher ruhig und unauffällig, während bei ADHS (H=Hyperaktiv) ein sehr aktives Verhalten aufgewiesen wird. Diese zwei Kategorien beschränken sich auf drei bestimmte Hauptsymptome. Diese sind: Aufmerksamkeits­störungen, Antrieb (Aktivität oder Hyperaktivität) und Impulsivität (nicht warten können). Wenn sich diese drei Beobachtungen zu einem Bild verdichten, so kann man diese Situation zur Diagnose stellen.

Wie geht man mit einer solchen Situation um?

Betroffene, aber auch Eltern und Familienangehörige können sich beim Kinder- und Jugendpsychiatriedienst anmelden. Nach der Anmeldung werden die einzelnen Fälle individuell bearbeitet. Im Anschluss wird eine gemeinsame Lösung angestrebt. Dabei wird nicht nur mit den Betroffenen gearbeitet, sondern auch mit deren Umfeld. Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung kann nicht geheilt werden, jedoch mit verschiedenen Therapien und Medikamenten behandelt werden. Unter Therapien versteht man Erarbeitungen von Strategien die den täglichen Ablauf fördern.

Ritalin und Co.

Die Therapien werden mit verschiedenen Medikamenten ergänzt, das meist verwendete ist Ritalin. Der im Ritalin enthaltene Wirkstoff bewirkt folgende positive Veränderungen: Wirkung auf Informationsstoffe, reguliert die Aktivität, erhöht die Steuerungsfähigkeiten und fördert den Schlaf. Eine Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, dessen muss man sich bewusst sein. So auch bei einer therapeutischen Behandlung, welche mit Medikamenten ergänzt wird. Ritalin weist folgende erkennbare Nebenwirkungen auf: Am Anfang starke Bauchscherzen sowie häufige Kopfschmerzen, Verschiebungen des Essrythmus und Schlafstörungen. Betroffene die unter keinen Schlafstörungen gelitten haben, werden während der Behandlung Einschlafprobleme haben. Die Behandlung mit Medikamenten wird keine Spätfolgen aufweisen.

Leben im Alter

Obwohl ADS nicht heilbar ist, kann man damit trotzdem ein unbeschwertes Leben führen. Für Betroffene gibt es keinerlei Einschränkungen.

Keine Angst, denn eine berufliche Grundbildung sowie die Autoprüfung können problemlos erworben werden!

Maria Grazia Di Fazio, Cedric Glutz und Fulya Cay