dhe.Wer über den Pausenplatz des Mühlemattschulhauses im Solothurnischen Erlinsbach geht, wird automatisch von einer weissen Wand mit vielen farbigen Wörtern angezogen: „bienvenido – dobro dosli – hartelyk welkom“ ist unter anderem zu lesen und noch viel mehr. Herzlich willkommen heisst das auf Deutsch und versinnbildlicht die Botschaft des kleinen Hauskonzertes, das am vergangenen Donnerstag und Freitag zwei Mal stattgefunden hat.

Wurzeln in 29 Nationen

Die Kinder des Primarschulhauses Mühlematt haben ihre Wurzeln in 29 Nationen und entsprechend vielfältig zeigt sich auch die Sprachdurchmischung. Diese Tatsache nahm das Lehrerkollegium zum Anlass und entschloss sich, gemeinsam mit ihren Klassen der Herkunft der einen oder anderen Schülerinnen und Schüler auf die Spur zu gehen. Mit einem bunten Mix aus Liedern, Tänzen und Gedichten entführten die Kinder voller Begeisterung die zahlreich aufmarschierten Gäste in andere Länder und auf weit entfernte Kontinente.

Den Auftakt machten die Jüngsten aus dem Kindergarten mit Liedern aus der Schweiz, Italien und Deutschland. Die Unterstufe entführte die Zuhörer anschliessend nach Serbien und zeigte mit Tarantella einen typisch italienischen Tanz. Dann folgte der grosse Sprung über den Ozean nach Südamerika. Die Klasse 5c präsentierte einige Tänze aus Chile, die sie mit einer Mutter aus diesem Land einstudiert hatten. Via Senegal, die Ukraine, Serbien und die Türkei kehrten die Kinder schliesslich wieder in die Schweiz zurück und beschlossen mit dem Volkslied „Mues immer de plogeti hansli sii“ die unterhaltsame und abwechslungsreiche musikalische Reise.

Etliche Proben gingen voraus

Mit einem herzlichen Applaus bedankte sich das Publikum bei den Kindern und bei den Lehrerinnen und Lehrern für das gelungene Programm, das in einigen Proben während der letzten Wochen entstanden ist. Nicht zu vergessen sind auch die selbst gemalten Nationalflaggen, die das Schulhaus und die Spielhalle schmückten.

Im Anschluss an das Konzert konnten sich alle Anwesenden auf dem Pausenplatz einerseits wieder etwas abkühlen und kulinarisch in verschiedene Nationen entführen lassen. Die süssen oder salzigen Häppchen, die Eltern aus unterschiedlichen Kulturkreisen gespendet hatten, waren schon bald „weggeputzt“. Der gemeinsame Ausklang bot eine gute Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen und somit vielleicht vorhandene Hemmschwellen gegenüber anderen Kulturen abzubauen.