Bei 30 Grad im Schatten erfuhren Mobilitätsinteressierte Ende Juni am Bahnhof Solothurn, wie der Billettautomat zu einem Freund oder wenigstens Bekannten werden kann.

«Sich etwas Zeit nehmen und einfach ausprobieren», rät Anita Gruber vom Tarifverbund Libero den etwas ungeübteren, «es kann nämlich nichts passieren.» Berührungsängste konnten so abgebaut werden. Aber auch alte öV-Hasen kamen bei dem Kurs auf ihre Kosten. Sie konnten detaillierte Fragen zur nächsten geplanten Reise oder dem erneuern des Abonnements am Automat stellen. Fleissig wurden gegenseitig Tipps ausgetauscht und dabei viel gelacht.

Nebst der Bedienung der RBS und SBB Billettautomaten kam auch das Thema Sicherheit nicht zu kurz. Rolf Graf von der Kantonspolizei Solothurn erklärte den Teilnehmenden, auf was sie achten sollten, damit die Reise nicht schon am Bahnhof wieder vorbei ist, weil das Gepäckstück oder das Portemonnaie fehlt.

Inputs über die nationalen und regionalen öV-Angebote und eine kurze Busfahrt mit Bremstest und Sicherheitstipps für den Ein- und Ausstieg rundeten den Kurs «Mobil sein und bleiben» ab. Dieser wird seit 8 Jahren von den Energiestädten Solothurn und Zuchwil kostenlos angeboten. Er richtet sich an alle, die für die Riese mit dem öffentlichen Verkehr noch etwas dazu lernen möchten. Eine Teilnehmerin plante beispielsweise in naher Zukunft ihren Führerschein abzugeben und nutzte die Gelegenheit sich über die Benutzung des öffentlichen Verkehrs zu informieren.