Die Einladung deutete bereits an, dass die diesjährige Wanderung der Männerriege des TV Hubersdorf am vergangenen Samstag nicht in den Jura führen würde. Der traditionsreiche Anlass stand unter dem Motto „Jurasüdfluss“ und tatsächlich war die Aare das Ziel der Turner. So führte der Weg nach dem Treffen um 8.30 Uhr am Schulhaus Hubersdorf dann auch zunächst zur Bipperlisi-Haltestelle in Flumenthal. Ziel der Bahnfahrt war Aarwangen, wo ein ausgedehnter Brunch im Tearoom „Tierlihuus“ auf die Turner wartete. Dort wurden, wie in jedem Jahr, auch dieses Mal wieder Gruppen für verschiedene Wettbewerbe gebildet; die besten Karten hatte zunächst, wer sich mit Solothurner Ortschaften auskannte, die mit sehr einfallsreichen Wortspielen umschrieben waren.

Nach dem Brunch und dem obligaten Gruppenfoto passierten die 26 Teilnehmer der Wanderung zunächst Schloss Aarwangen, bevor sie die Aare querten und die Wanderung in Richtung Wangen a. A. fortführten. Die erste Etappe führte kurz hinter das Wasserkraftwerk Bannwil, wo in Chrigus Aarebeizli ein erster Zwischenstopp eingelegt wurde. Nach einer kurzen Stärkung wurde die zweite Etappe in Angriff genommen. Der Weg führte zunächst kurz von der Aare weg, um danach wieder parallel zum Fluss bis zur Renaturierung Bännliboden zu verlaufen. Dort hatten die Organisatoren der Wanderung für einen kleinen Imbiss gesorgt, den sich die Teilnehmer allerdings mit einem weiteren Spiel verdienen mussten. In diesem Fall war neben Geographie-Kenntnissen auch Begabung im Dart werfen gefragt. Zunächst wurden die Pfeile auf eine Landkarte der Schweiz geworfen und es galt, den nächstliegenden Ort zu erraten, den der Pfeil getroffen hatte. Danach war Zielgenauigkeit gefragt, denn jetzt musste das in der Landkarte markierte Hubersdorf mit dem Pfeil getroffen werden. Das gelang mehr oder weniger gut, jedenfalls war der Heimatort der Turner nach diesem Spiel sehr kreativ auf der Landkarte verteilt.

Trotz der geographischen Ungenauigkeiten der Dartpfeile verlor die Männerriege das Tages-Ziel nicht aus den Augen und startete die nächste Etappe in Richtung Wangen a. A. Kurz vor der Kaserne in Wangen wurde die Aare erneut gequert und nach einem strammen Marsch mit dem Hotel Al Ponte der vorletzte Halt der Wanderung erreicht. Hier stand das letzte Spiel des Tages auf dem Programm, bei dem die Teilnehmer mit Kenntnissen zu Schweizer Pässen glänzen konnten.

Als alle Pässe zu Papier gebracht waren, starteten die Turner zur letzten Etappe. Diese führte noch einmal am Fluss entlang, bevor der Weg kurz vor der Kantonsgrenze endgültig den Lauf der Aare verliess. Durch Wiesen und Felder führte der letzte Teil auf geradem Weg nach Attiswil, wo mit dem Restaurant Rebstock das Ziel der Wanderung erreicht war. Nach dem verdienten Abendessen wurden die Ergebnisse der Spiele verlesen - dabei zeigte sich, dass nicht immer nur das As gewinnt. Ein interessanter Tag neigte sich dem Ende entgegen, bei dem neben körperlicher auch geistige Fitness gefragt war. Vielen Dank dem OK für die Organisation dieser abwechslungsreichen Wanderung.