Die Wettervorhersage verhiess nichts Gutes: Wolken, Regen und Temperaturen, die eher an den Herbst als an einen schönen Frühlingstag erinnerten. Und so begrüsste am Samstagmorgen dann auch ein durchwachsener Wettermix die Männerriege Hubersdorf zur alljährlichen Jurawanderung. Um 8 Uhr ging es im Bus vom Schulhausplatz zur Talstation der neuen Seilbahn Weissenstein, die die 24 Teilnehmer der Wanderung auf den Solothurner Hausberg brachte.

Nach dem anstrengenden Aufstieg von der Bergstation der Seilbahn zum Kurhaus Weissenstein kehrten die Wanderer dort zu einem üppigen Brunch ein. Gut gestärkt vom reichhaltigen Buffet wurden Gruppen gebildet, die in diversen Plausch-Wettkämpfen einen Tagessieger ermittelten. Nachdem alle ihr Können im Apfelstapeln unter Beweis gestellt hatten, wurden die Rucksäcke geschultert und los ging’s. Die Wanderroute führte zunächst vom Weissenstein in Richtung Balmberg. Vorbei an Passhöhe und Seilpark erreichte die Gruppe in kurzer Zeit den Niederwiler Stierenberg und kehrte in die Beiz von Ueli Walker ein. Dort gab es neben flüssiger Stärkung weitere Runden des Plausch-Wettbewerbes. Diesmal war im Vorteil, wer den Mund halten konnte - besser gesagt, wer das Lineal im Mund halten konnte, auf das der Teamkollege mit ruhiger Hand Zuckerwürfel zu stapeln versuchte. Mit dieser Disziplin wie auch im Finden kreativer Antworten auf knifflige Fragen setzte sich das Team Orange zwischenzeitlich an die Spitze. Anschliessend machte sich die Gruppe wieder auf den Weg. Vom Stierenberg ging es zunächst abwärts Richtung Hofbergli. Nachdem im weiteren Verlauf erfolgreich die Lueg is Land-Hütte gefunden worden war, wartete an der Bättlerchuchi als Überraschung eine von Fredi Aeschlimann kredenzte Zwischenmahlzeit auf die Wandergruppe.

Weiter ging es über‘s Hinteregg zur Bergwirtschaft Buechmatt. Neben heissen und kalten Getränken wurden hier die nächsten Wettbewerbe serviert. Die erste Aufgabe forderte dabei vor allem die Ingenieure der Gruppe. Auch ohne Unterstützung der gewohnten Hilfsmittel wie Massband, Laser-Entfernungsmesser oder GPS wussten sie die Entfernung zweier vorgegebener Punkte genauestens zu bestimmen. Dachten sie zumindest – denn leider lagen sie etwas daneben und mussten anerkennen, dass erfahrene Handwerker offenbar das bessere Augenmass besitzen. In einer fulminanten Runde im Teebeutelwerfen per Mund zeigten danach einige Teilnehmer nicht erwartete Fähigkeiten und erreichten Weiten von fast fünf Metern. Das Nicht-Übertreten der Abwurflinie war dabei die grösste Herausforderung.

Nachdem die Sieger dieser beiden Durchgänge gekürt waren, wurde der letzte Teil der Wanderung unter die Füsse genommen. Vorbei an ausgedehnten Bärlauch-Feldern ging es hinunter nach Wolfisberg. Kaum beim Restaurant Alpenblick angekommen, setzte der für den morgen angekündigte Regen ein - die Organisatoren waren also offenbar mit Petrus im Bunde. Jetzt vervollständigten auch diejenigen Mitglieder der Männerriege die Runde, die nicht an der Wanderung teilnehmen konnten. Nach dem verdienten Nachtessen wartete mit dem heissen Draht die allerletzte Aufgabe des Tages. Hier war noch einmal volle Konzentration gefordert, bevor mit Team Rot endgültig der Sieger des Tages gekürt wurde. Ein ereignisreicher Tag neigte sich mit dem Gesangswettbewerb zwischen der Männerriege und einem im Nachbarsaal probenden Chor dem Ende entgegen. Mit dem Bus ging es dann am späten Abend wieder zurück nach Hubersdorf. Ein abwechslungsreicher Tag ging zu Ende, der sicher allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Besonderen Dank gebührt dem Organisationskomitee, vor allem dem Voraus-Team um Ruedi Ryf und auch Martin Meister für Organisation und Durchführung des Plauschwettkampfes.

Fotos zum Anlass unter www.tvhubersdorf.ch