Thema: Unser Wald im Zeichen des Klimawandels

Am Samstag, 4. Mai lud die Bürgergemeinde Hauenstein-Ifenthal zum traditionellen Waldgang ein. Um 13.15 Uhr trafen sich Einwohnerinnen und Einwohner, sowie die Gäste aus dem Zweckverband Forstbetrieb Unterer Hauenstein bei der Kirche in Ifenthal.

Trotz extrem schlechter Wettervoraussage konnte Revierförster Georg Nussbaumer eine über 50 Personen grosse Schar, darunter auch erfreulich viele Kinder, begrüssen. Auf der Wanderung via Kesselberg über den oberen Weg durch den Ifleterberg zum Willehaus wurden die Teilnehmenden über die Herausforderungen unseres Waldes wegen dem Klimawandel informiert. Anhand von Grafiken wurde aufgezeigt, dass sich die Wetterverhältnisse seit Mitte des letzten Jahrhunderts extrem verändern, bedingt zum Beispiel durch den CO2 Ausstoss durch den Einsatz fossiler Treib- und Heizstoffe. Hitzeperioden treten gehäuft auf, die Vegetationszeit hat sich um fast zwei Monate verlängert. Aber auch der Stickstoffausstoss unter anderem durch die intensivere Landbewirtschaftung bedeutet Stress für unseren Wald. Einige Baumarten kommen damit besser zurecht, andere haben immer mehr Mühe, vor allem auch mit dem Stickstoffaustrag durch die Landwirtschaft. So zum Beispiel unsere häufigste Baumart in den Jurawäldern, die Buche. Erfreulicherweise gibt es aber auch Bäume, wie Eichen und Lärchen die mit der Hitze viel besser zurechtkommen. Daneben treten eingeschleppte Pilze und Schädlinge auf, wie das Eschensterben, das 2008 erstmals in der Schweiz auftrat und sich jetzt über die ganz Schweiz ausgebreitet hat. Man muss leider damit rechnen, dass fast der ganze Eschenbestand, dem aus Ostasien eingeschleppten Pilz, zum Opfer fallen wird. Zusammen mit den Kindern wurde die Funktion des Baumes bildlich dargestellt. Höhepunkt war aber dann das Fällen einer Tanne durch den Forstwartlehrling Benjamin Dietschi. Der Revierförster kommentierte jeden einzelnen Schritt fachmännisch.

Pünktlich nach dem Eintreffen der Teilnehmenden im General-Willehaus, sank die Temperatur markant begleitet von Regen und in Schnee übergehendem Niederschlag. Zum Zvieri verpflegte der Bürgerrat alle mit Köstlichkeiten vom Grill im schön geheizten Willehaus. Bürgergemeindepräsidentin Verena Studer dankte allen für die Teilnahme, dem Revierförster Georg Nussbaumer für seine fachkundigen Ausführungen, dem VBS für die kostenlose zur Verfügung Stellung des Lokals und dem Bürgerrat für die engagierte Mitarbeit. Bei angeregten Gesprächen über den Wald und die Welt wurde ein gemütlicher Nachmittag am Trockenen und an der Wärme verbracht. VS