Derendingen

Waldgang 2014 im Affolterwald

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Der Präsident des Forstausschusses, Markus Kaiser begrüsste die zahlreich erschienenen Bürger. Gemäss neuem Waldwirtschaftsplan hat unser Wald noch eine Grösse von 122 ha, davon 117 ha Wirtschaftswald.

Mit Daniel Schmutz, Geschäftsführer Forstbetrieb Wasseramt AG, begaben wir uns auf den sehr interessanten Rundgang im Affolterwald.

Im Jahre 2013 wurde aufgeforstet. In diesem eingehagten Waldstück wurden 400 Fichten, 400 Weisstannen, 250 Buchen und 50 Douglasie angepflanzt. Bei der eher unbekannten Douglasie handelt es sich um einen Nadelbaum. Die kräftigsten Exemplare können an der Basis einen Stammdurchmesser um 4 Meter erreichen.

Erstaunt waren wir über das geschilderte Eschensterben. Von der Eschenwelke waren in der Schweiz im Jahr 2012 einzig noch das Tessin und einige Bündner Täler befallsfrei. Als Erreger der Escherwelke wird der Pilz „Kleines weisses Stengelbecherchen“ bezeichnet. Die Pilzkrankheit befällt Eschen jeglichen Alters, die bedeutendsten Schäden werden aber in Eschenjungbeständen festgestellt. Im Wasseramt beträgt der Eschenbestand 11%.

Eindrücklich war die unterschiedliche Grösse der beiden 25 jährigen Baumscheiben. Allen der fehlende Lichteinfall ist der Grund der ein um einiges kleineren Scheibe. Das zeigt uns eindrücklich, dass eine Durchforstung unbedingt notwendig ist.

Die Bürgergemeinde Derendingen macht am Förderprogramm Biodiversität im Wald 2011 – 2020 Alte Eichen mit. Das Ziel dieser Vereinbarung ist die Erhaltung alter Eichen auf 0,75 ha. Damit bleiben Lebensräume und Nischen für Tier- (z.B.: Mittelspecht) und Pflanzenarten, welche auf grosskronigen Eichen angewiesen sind, erhalten. Mittels gezielter Durchforstungen soll die Vitlität der Eichen gefördert werden.

Dank den vielen, von Daniel Schmutz mitgegebenen Informationen gehen wir in Zukunft wieder mit anderen Augen durch unseren als eindrücklich eingestuften Wald.

Jürg Eyer, Präsident Jagdrevier 19 Derendingen, bringt uns wichtige Aufgaben der Jäger näher. Zusammengefasst sorgt der Jäger für die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt der wildlebenden Säugetiere und deren Lebensräume, sowie für ausreichenden Schutz bedrohter Wildarten. Die oberste Devise ist hegen und pflegen.

Für den zweiten Teil wurde beim Waldhaus eigens ein Zelt aufgestellt. Zum Apéro erfreute uns die Musikgesellschaft unter der Leitung des Dirigenten Alexander Rolli mit rassiger Musik. Die Ratsmitglieder mit dem Präsidenten Christof Stampfli sorgten, dass niemand Durst haben musste. Grilladen und Salate von der Bisigmetzg liessen keine Wünsche offen. Auch die obligate Cremeschnitte fehlte nicht.

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