Am 26. Dezember 1999 fegte der Orkan Lothar über Europa, der Schweiz und auch über Lohn-Ammannsegg hinweg und richtete in kurzer Zeit Schäden in Milliardenhöhe an. So hat der Orkan Lothar im Lohner-Wald 2000 Kubikmeter Holz gefällt, davon allein 1300 Kubikmeter im Waldteil Hubel der Bürgergemeinde Lohn.

Das Ausräumen dieser Schadensfläche erfolgte durch den Forstdienst Lohn rasch. Frondienste leisteten dabei auch die Zivilschutzorganisation Lohn-Ammannsegg, Schulklassen der Gemeinde und viele Private. In der Zeit von 2001 bis 2003 wurden auf dieser Windfallfläche von 16‘400 Quadratmetern rund 4‘950 Buchen, 200 Weisstannen, 3‘100 Rottannen, 100 Douglasien, 450 Kirschbäume und 180 Ahorne also 8‘980 Pflanzen im Gesamtbetrage von 13‘800 Franken ausgepflanzt.

Da die Kosten für diese Aufforstungen nur minimal durch Bund und Kanton unterstützt (subventioniert) wurden und massive Preisnachlässe beim Windfallholz in Kauf genommen werden musste, fiel zu Lasten der Bürgergemeinde Lohn ein beträchtliches Defizit an. Deshalb hatte sich ein im Jahre 2002 neugegründetes Initiativkomitee namens „Vereinigung Hubel-Freunde“ zum Ziel gesetzt, mittels Verkauf von Pflanzenbündeln die durch den Lothar erzwungenen Neuaufforstungen und anfallenden Wildschutzmassnahmen im Hubel zu refinanzieren. Bei dieser Aktion, welche sieben (7) Jahre dauerte, wurde insgesamt über 20‘000 Franken an die Bürgergemeinde für die Aufforstungen, Wildschutzmassnahmen und für Pflegearbeiten im Hubel überwiesen.

Wer heute einen Blick in den Waldteil Hubel nimmt, stellt fest, dass sich die Baumvielfalt nach dem Sturm vergrössert hat. Zuvor war es umgekehrt: Nadelbäume prägten den Wald im Hubel, vor allem Rottannen dominierten. Sie wären zwar wirtschaftlich lukrativer. Doch als Flachwurzler konnten sie dem Orkan nicht standhalten. Finanziell gesehen hat der Orkan Lothar der Bürgergemeinde Lohn Schäden und kurz- und langfristig finanzielle Einbussen verursacht. Doch ökologisch gesehen war der Orkan Lothar für den Waldteil Hubel nicht ein Schadensfaktor, sondern sogar wertvoll. Denn der Wald im Hubel ist heute stabiler denn je und bedeutend weniger rottannenlastig, somit bedeutend weniger sturmanfällig!