Deitingen

Von wegen Nachwuchsprobleme...

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35 junge und junggebliebene Turnerinnen und Turner sind in Deitingen in die Leitertätigkeit «gehüpft». Der «Jump In»-Kurs des Solothurner Turnverbandes für angehende Jugi-Leiterinnen und -Leiter war noch nie so beliebt. Die Organisatoren mussten Interessierten sogar absagen.

«Ihr müsst eure Gruppe selber einschätzen können, wie viele Regeln sie bei diesem Spiel braucht», sagt Kursleiter Stephan Tüscher. Er steht vor einer Gruppe von 35 angehenden Leiterinnen und Leitern, die soeben eine originelle Form des traditionellen «Völkerball» gespielt hat – mit Keulen, die jeder zu verteidigen hat und mit Spezialfunktionen der einzelnen Spieler.

Die Gruppe besucht am Samstag, 2. April, in der Zweienhalle in Deitingen den «Jump In»-Kurs des Solothurner Turnverbandes. Der Kurs steht allen Interessierten ab 16 Jahren offen, die einmal Turnstunden leiten möchten oder dies bereits tun. Stephan Tüscher zeigt ihnen, auf was sie bei dieser Tätigkeit achten müssen, welches Verhalten für Leiter angemessen ist und liefert ihnen Ideen für kreative Turnstunden. Assistiert wird er dabei von Nadine Pfluger, die nur lobende Worte für den Kursleiter übrig hat: «Er macht das grossartig und weiss, wie er die Leute motivieren kann».

TV Bettlach ist gleich zehnfach anwesend

Tatsächlich: Die Gruppe hört ihm aufmerksam zu und probiert alle Aufgaben motiviert aus. «Der Kurs macht Spass», sagt Belinda Köhli vom TV Bettlach. Vom TV Bettlach sind gleich zehn Mitglieder anwesend. «Wir werden dereinst wohl eher bei den Aktiven leiten als bei der Jugend. Aber wir erhalten im Kurs trotzdem viele Ideen», ergänzt sie.

Andere Kursteilnehmer haben schon Erfahrung als Leiter. So zum Beispiel Luca Christen, der seit 1,5 Jahren in der Jugi Lostorf leitet. Auch er findet den Kurs sehr lehrreich. «Ich kann viel Neues mitnehmen», sagt er.

Geräteturnen, Ballspiele, Stafette und Tanz

Insgesamt schnuppern die «Jump In»-Teilnehmer in alle Bereiche des Turnsports: Sie lernen, wie man andere an Geräten richtig sichert, erhalten Ideen für originelle Ballspiele und Stafetten und üben sich im Tanz. So gehen am Abend alle 35 Turner mit einem Rucksack voller Erfahrungen und Ideen für ihre erste oder nächste Turnstunde nach Hause.

Der «Jump In»-Kurs stiess dieses Jahr auf besonders grosses Interesse. Erstmals überhaupt mussten die Organisatoren einzelnen Interessierten absagen. Diese haben aber noch eine Möglichkeit, den Kurs zu besuchen: Im Herbst heisst es noch einmal «Jump In».

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