Seit wann gibt  es in Frenkendorf den VVF? Und wer ist heute im Vorstand mit dabei? 

1936 wurde der Verkehrs- und Verschönerungsverein Frenkendorf gegründet. Der Präsident ist Theo-Martin, also der Interviewte, die Aktuarin: Irene Gunzenhauser,die Kassiererin: Silvia Duttweiler, der Verantwortliche für das Museum: Fritz Brönnimann-Häne,  der Verantwortliche für Anlagen: Pascal Stern, Verantwortlich Anlässe: Bruno Schaffner, Vertreter des Gemeinderats: Rolf Schweizer, Beisitzerin: Esther Mohler – Conzett, Beisitzer: Margrith Studerus und Peter Studerus, Beisitzerin: Edith Thommen-Schmutz, Beisitzer: Michael Martin, Beisitzer: Hanspeter Schäuble und verantwortlich für die Homepage: Robert Vögtlin  (www.vvfrenkendorf.ch)

Welche  Ziele sind es, die man sich als Verein gesetzt hat?

Die Hauptaufgabe ist primär das Brauchtum, die kulturelle Vielfalt in unserem Dorf zu fördern und auch zu pflegen. So ist auch unser grosses Anliegen, dass man zu Gauco im Calancatal, ein sehr kleines und schönes Dorf mit insgesamt 36 Einwohnern (das war so im Jahr 2002), eine sehr nette Beziehung pflegen kann. Und diese Beziehung besteht jetzt schon seit 1968.

Was macht der VVF im Jahr für unser Dorf?

Die Betreuung der Ruhe Bänke, von uns liebevoll "Bänkli" genannt, ist ein grosses und aufwendiges Aufgabengebiet. Anfang 2013 wurde diese Aufgabe offiziell an die Wegverwaltung übergeben. Die Pläne, der Unterhalt sowie die Lagerung des Materials übernimmt die Gemeinde. Ebenfalls sind die Kosten nun im Budget resp. der Rechnung der Gemeinde enthalten. Ein Vorstandsmitglied ist zuständig für die Organisation des alljährlichen "Tag der Partnerschaft". Dieser findet jeweils im April statt. Wir bekommen dabei Unterstützung von Mitarbeitern der Novartis und dies zusammen mit den Mitarbeitern des Werkhofs. Im Jahr 2013 haben wir das letzte Mal unsere Geranien und Sommerblumen auf dem Dorfplatz verkauft. Die Gründe, diese Tradition aufzugeben, sind vielfältig. Personelle Veränderungen beim VVF und bei unserem Lieferanten haben genauso zum Aufgeben geführt wie die Tatsache, dass immer weniger Kunden bereit waren, mehr für ihre Pflanzen zu bezahlen, obwohl wir gratis einen Einpflanzungs- und Heimfahrservice angeboten haben. Die Tatsache, dass unser Geraniummärt "erst" im Mai stattgefunden hat, war auch nicht unbedingt verkaufsförderlich. Mit grossem Bedauern haben wir uns deshalb im Jahr 2013 von unseren treuen Kunden verabschiedet.  Maibaum stellen:  Die Tradition des "Maibaumes stellen" wird auch in unserem Dorf vom V.V.F. hochgehalten und unter Mithilfe der Pumpianer Frenkendorf durchgeführt. Und etwas ganz Spezielles ist auch das Ortsmuseum. Einfach einen Zwischenhalt machen auf einem sonntäglichen Spaziergang. Und dies jeden 1. Sonntag im Monat, ausser Juli und August. 10.00 Uhr – 12.00 Uhr mit Apéro, dann von 14.00 – 17.00 auch Kaffee und Kuchen.Angelockt von einer eindrücklichen konstanten Ausstellung aber auch mit den diversen Sonderausstellungen von lokalen und regionalen Handwerkern oder Künstlern findet jedes Jahr ein breites Publikum den Weg in unser Dorfmuseum.So haben wir auch den Weihnachtsmarkt gemeinsam mit der Bürgergemeinde und einmal im Jahr die Präsidentenkonferenz der Dorfvereine.  Dann auch noch die Bundesfeier am 1. August. Wie auch das CHLAUS Ilüütä und Vereinsempfänge vom Kantonalen oder Eidgenössischen Turnfest.

Braucht es noch Leute, so auch im Vorstand, die hier mitmachen?

Freiwilligenarbeit ist auch beim VVF das Fundament zum Überleben, so wie bei vielen anderen Vereinen in unserm Dorf. Natürlich freuen wir uns um jeden oder jede, die uns dabei helfen. Dabei kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Ganz normal in einem Verein, der dem Dorf noch den Sinn für die Tradition und dem Brauchtum ein Beispiel sein möchte.

Gibt es auch Probleme bei Euch, die man einfach sagen muss?

Auch bei uns nicht anders wie heute überall, es sind immer die GLEICHEN, die etwas tun. Noch zu gerne sagen wir Herzlich Willkommen, wenn einige Interesse hätten. Am Freitag, den 11. April 2014, 20.00 Uhr, haben wir die Generalversammlung im Kirchgemeindehaus Kirchacker Frenkendorf.

Wie finanziert sich der Verein?

Vom Passivbeitrag der 400 Mitglieder und den Kulturbeitrag der Gemeinde und Bürgergemeinde.

Habt Ihr auch Kontakt zu Partner Organisationen?

Mit Verkehrs- und Verschönerungsvereinen der umliegenden Gemeinden pflegen wir eine gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit. So werden auch untereinander wichtige Entscheide und Vereinbarungen an gemeinsamen Sitzungen getroffen. Einmal im Jahr werden im Rahmen eines Vorständetreffens Zirkulierend in Pratteln, Muttenz, Augst, Füllinsdorf und Frenkendorf die guten Beziehungen gepflegt. Dann natürlich auch Mitgliedschaft Baselland Tourismus. So auch mit Liestal und Lausen. 

Und zum Schluss noch die Frage, wie lange macht es noch der Theo Martin? 

Seit 2001 führe ich dieses Amt. (also jetzt 13 Jahre). Gern übergebe ich das Amt einen Nachfolger. Er kann auch damit rechnen, dass ich ihn bestens einarbeite. Auf keinen Fall will ich ein Sesselkleber sein. 

Interview: Dieter Wundrak-Gunst mit Theo Martin  -     Foto: zVg.