Text: Benjamin Studer, Fotos: Cornelia König Zeltner

Am Montag, 19. Juni 2017, durften die teilnehmenden Mitglieder eine eindrückliche Führung durch die Kläranlage in Zuchwil erleben. Betriebsleiter Martin Jäggi führte die Gruppe durch die gesamte Anlage im Emmenspitz in Zuchwil und verblüffte durch sein grosses Fachwissen immer wieder.

Der Weg und die verschiedenen Stufen der Reinigung des Abwassers, welches von Privathaushalten und von Industrie- und Gewerbebetrieben produziert wird, konnte uns anschaulich aufgezeigt werden. Schwierigkeiten, mit denen die Betreiber der Abwasserreinigungsanlage, ARA ZASE, ständig zu kämpfen haben, wurden uns erläutert. So liegt etwa ein grosses Problem in den Fremdstoffen, die mit dem Abwasser in die Kläranlage geraten: nebst grossen Mengen an Feuchttüchlein, welche gedankenlos in die Toilette geworfen werden, stellen auch andere Stoffe ein beträchtliches Problem bei der Aufbereitung des Abwassers dar. Sowohl Speiseölreste, welche die technischen Einrichtungen beschädigen und Klumpen in der Kanalanlage bilden können, als auch Stofffetzen, Hygieneartikel wie Wattestäbchen sowie beispielsweise Binden und Kondome, bereiten der Anlage immer wieder Mühe und verhindern ihr reibungsloses Funktionieren. Auch spektakulärere Fremdstoffe, die eindeutig nicht in die Toilettenspülung oder den Abfluss gehören, bleiben immer wieder in den Rechen der mechanischen Reinigungsstufe hängen: von Mobiltelefonen über Aludosen bis hin zu Einwegrasierern inklusive Rasierklingen finden sich die unglaublichsten Objekte im Abwasser.

Wie können wir als Bevölkerung mithelfen?

Damit die Kläranlage ihre ökologische Funktion, nämlich das Reinigen des verschmutzen Abwassers, effizient wahrnehmen kann, sind die Betreiber auf die Zusammenarbeit mit den ans Abwassersystem angeschlossenen Benutzern angewiesen. Schon mit wenig Aufwand eines jeden Einzelnen lässt sich der Reinigungsbetrieb wirkungsvoller gestalten. Dazu müssen kleine, aber umso wichtigere Verhaltensregeln im täglichen Leben eingehalten werden.

Nicht ins Abwasser gehören:

- Feststoffe im Allgemeinen (Strümpfe, Feuchttüchlein, Textilien, Slipeinlagen, Tampons, Windeln, grobe Speisereste, Watte, Wattestäbchen, Rasierklingen, Katzenstreu etc.)

- Speiseöl und -fett, Frittieuröl, Motorenöl, Benzin etc.

- Gifte und Chemikalien

- Phospate (sind enthalten in vielen Putzmitteln; phosphatfreie Reinigungsmittel sind zu bevorzugen)

Bitte helfen auch Sie mit, Sorge zum kostbaren Gut Wasser zu tragen, indem Sie sich an diese einfachen Verhaltensregeln halten.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Betreiberin, dem Zweckverband der Abwasserreinigung Solothurn-Emme, ZASE, zu finden unter: www.zase.ch

Umweltschutzkommission Zuchwil, Benjamin Studer, Präsident