Den deutschen Namen kennen sie nicht? Wenn ich aber vom Mont Vully spreche, gibt es ein aha! Denn dorthin führte uns der Oberturner Martin Zimmermann am Sonntag, 18. August 2013 bei schönstem Wetter. Mit einem Car der Fa. Steiner Messen fuhren 28 MR Turner über Schnottwil – Lyss nach Kerzers, wo im Hotel Bären ein Kaffee und Gipfeli fällig war. Danach führte uns die Weiterfahrt nach Sugiez an den Nordostrand des Murtensee. Von dort aus wanderten 22 marschtüchtige Turner dem Ufer entlang bis nach Môtier, wo am Schiffssteg der Kiosk leer getrunken wurde, während die älteren Semester den Murtensee mit dem Car umfuhren. Erfrischt und gestärkt folgte die Weiterfahrt auf den Mont Vully zur Mittagsverpflegung in die “Ferme du Hibou“, zu deutsch “Eulenhof“ in Mure. Nach dem Apero im Garten, mit Sicht auf den Murtensee, folgte das Mittagessen im kühlen Speisesaal. Uns wurde eine Grillade bestehend aus 12 verschiedenen Sorten von Fleisch, also Fisch bis Würstchen und Rind bis Schwein garniert mit 15 verschiedenen Salaten vorgesetzt. Nicht gefehlt hat der Coupe Maison sowie Kaffe mit und ohne, nach dem Motto “Grillade wie es der Magen verträgt, Dessert was das Herz begehrt“, sogar abgerundet mit dem Gateau de Vully, dem legendären Nidlenkuchen. Wie ein Männerchor sangen wir das Turnerlied, die Töne kamen bei den vielen Gästen so gut an, dass wir noch ein Geburtstagsständchen vortrugen.  Gratisbier für alle war die Belohnung.

Nach der feudalen Mittagsverpflegung begaben wir uns auf die Spuren des geschichtsträchtigen Mont Vully, ein Hügelzug zwischen dem Bieler- Murten- und Neuenburgersee, eingekreist von den Kantonen Bern, Waadt, Freiburg und Neuenburg. Das beliebte Ausflugsziel ist am höchsten Punkt 653 müM. Bekannt ist er auch für seine einzigartige Sicht auf die Alpen und den Jura, die drei umgebenden Seen und aufgrund seiner Rebberge und Weine. Der Wistenlacherberg beherbergt zudem ein reiches historisches Erbe. Sein flacher Rücken diente bis ca. Anno 58 v.Ch. den keltischen Helvetier als Bleibe. Im Ersten Weltkrieg wurden im Rahmen der Fortifikation Murtens zahlreiche Bunker und Stollen im weichen Molassenstein, der den Hügel aufbaut, errichtet. Etwas unterhalb des Hügels befinden sich die Sandsteinhöhlen, die die Schweizer Armee während des Ersten und Zweiten Weltkrieges nutze.

Und dieser Hügelzug wurde von marschtüchtigen Turnernerklommen, während dem die älteren die Strecke als Carbegleiter nutzten. Im “Hotel de Vully“ trafen wir uns wieder zum kühlen Umtrunk. Vom höchsten Punkt aus genossen wir nochmals die Aussicht auf das Mittelland, die Seen und Berge, bevor wir vor dem aufziehenden Sommergewitter zur Heimfahrt starteten. Beinahe hätte die Fahrt in Witzwil geendet, doch der Reiseleiter hatte die Strecke vollends im Griff. Über Gampelen – Ins – Hagneck – Nidau – Schnottwil fuhren wir nach Programm wieder nach Lüterkofen zurück.

Ein grosser Dank gebührt unserem Reiseleiter, Oberturner Martin Zimmermann, der es erneut verstand, eine Turnfahrt ohne Wenn und Aber zu organisieren. Und den Apero vor dem Mittagessen sponserte er obendrein. Leider mussten sich kurzfristig 2 MR Turner abmelden. Wegen Krankheit fehlte Strausak Erwin, der es sich aber nicht nehmen liess, der Riege den Kaffeehalt zu offerieren. Peter Ingold fehlte aus dringendem Anlass. Er hat aber als folge seines 60sten Geburtstages vom 19. August 2013 der Kasse zuhanden der Turnfahrt einen namhaften Betrag zufliessen lassen. Diesen 3 Männerturnern gebührt ein grosses Dankeschön. Und wenn ich nun ich Nachhinein die schriftliche Einladung zu dieser Turnfahrt lese, dann haben wirklich diejenigen etwas verpasst, die nicht dabei waren.

Fritz Affolter