Würenlos

Träff 55 plus vom Verein Alterszentrum Würenlos

megaphoneaus WürenlosWürenlos
Charly Schmid erzählt aus seinem Leben.

Träff 55 plus

Charly Schmid erzählt aus seinem Leben.

Der Verein Alterszentrum Würenlos lockte viele SeniorInnen in die Alte Kirche zum Träff 55 plus mit dem Referenten Charly Schmid, der aus seinem facettenreichen Leben erzählte. Geboren 1955, wuchs er mit seiner Schwester in Baden-Rütihof auf. In der Kadettenschule lernte und liebte er die Disziplin und nach einer Lehre als Maschinenschlosser bei der BBC rückte er in die Polizeischule Zürich ein.

Als junger Polizist musste er bald die ersten Todesfälle verarbeiten, damals noch ohne psychologische Betreuung. In den 70er bis 80er Jahren sorgte die Alfa-Bande und die Rote Armee Fraktion (RAF) für Schlagzeilen. Tötung von Hans Martin Schleyer und Siegfried Buback in Deutschland. Später machten sie Banküberfälle in der Schweiz, so 1980 bei der ZKB in Wollishofen, wobei ein Polizeikollege sein Leben lassen musste. Bei einer Schiesserei im Shop-Ville Zürich wurde ein Polizist und Klassenkamerad so schwer verletzt, dass er erst nach langer Rekonvaleszenz-zeit den Dienst wieder aufnehmen konnte.

Als Sicherheitsbeamter bei der Swissair flog Schmid in gefährdete Gebiete. Dann begannen die Opernhauskrawalle. Mit dem Bereitstellen der Roten Fabrik für alternative kulturelle Aktivitäten beruhigte sich die Lage dann langsam. Die Drogenszene beim Platzspitz und später beim geschlossenen Bahnhof Letten erforderte hohe Polizeipräsenz Tag und Nacht.

Schmid heiratete 1982 und unternahm mit seiner Frau viele schöne Reisen bis sie vor vier Jahren nach schwerer Krankheit leider verstarb.

2008 erhielt die Stapo Zürich im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft eine hochmoderne Einsatzzentrale. Schmid wurde zum Chef Einsatzleiter gewählt und arbeitete mit einer Super-Mannschaft bis zur Pensionierung dort. An einen Berufswechsel habe er nie gedacht, auch unter den widrigsten Umständen nicht.

Heute geniesse er den Ruhestand mit seiner lieben Partnerin und seinen Angehörigen im Haus am Buechzelgliring.

Nach einem kräftigen Applaus für den äusserst interessanten Lebensbericht wurden beim Apéro noch rege Gedanken ausgetauscht.

Alexandra Zihlmann

9.12.19

Meistgesehen

Artboard 1