Alle zwei Jahre lädt der Bürgerrat alle Dulliker Bürgerinnen und Bürger mit ihren Partnern zum sogenannten Bürgerabend ein. Ebenfalls eingeladen sind Gäste, die einen speziellen Bezug zur Bürgergemeinde haben oder einen gewissen Verantwortungsbereich abdecken wie z.B. Einwohnergemeinderäte, Pfarrer, Ärzte und die „Waldchutzen“ (freiwillige Helfer Waldpflege).

 Bürgerpräsident Matthias Weidmann begrüsste die zahlreich erschienenen 180 Personen, die der Einladung gefolgt sind. Ein spezieller Gruss richtete er an die Ehrenbürger, Gäste und Jungbürger. In seiner Ansprache gab er einen eindrücklichen, mit Fotos untermauerten, Rückblick auf die zahlreichen Geschäfte der Bürgergemeinde. Mit dem Zitat von Alber Einstein „Halte dich von negativen Menschen fern, sie haben ein Problem für jede Lösung“ beendete er den Willkommensgruss.

 Anschliessend konnten leider nur drei von deren vierzehn eingeladenen Jungbürgern der Jahrgänge 1999 und 2000 begrüsst werden (alles Töchter und Söhne von Dulliker Bürgern oder Eingebürgerten). Mit dieser Handlung fand die offizielle Aufnahme in die Gemeinschaft der Bürgergemeinde statt, und ihnen wurde ein Willkommensgeschenk überreicht.

Dann folgte der erste Akt des Unterhaltungsprogrammes. Der Heinrich aus Hamburg stellte sich gleich selber vor; meinte, das Nachtessen müsse natürlich zuerst verdient werden und „fegte“ anschliessend über die Bühne und Reihen und nahm das Publik mit gekonnter Schnauze auf die Schippe. Doch etwas korrigieren musste man ihn dann schon, die stolzen Dulliker haben es natürlich nicht gerne, wenn man den Ortsnamen zu Dullikon verfälscht. Aber der nette Heinrich bemühte sich dann umsomehr, dass er als Deutscher keinen schlechten Eindruck hinterliess.

 Nach dem ersten Showblock folgte dann ein sehr schmackhaftes Abendmenü, geliefert durch die Metzgerei Scheibler. Auch das Küchen- und Servicepersonal war sehr umsichtig und schaute, dass es am leiblichen Wohl nicht fehlte und gab sich unendlich viel Mühe - herzlichen Dank.

 Der zweite Showblock beinhaltete ein „Feuerwehrwagenrennen“. Gekonnt wählte der Heinrich aus dem Publikum gezielt Personen aus, die er den entsprechenden Rollen zuteilte: gestandene Feuerwehrmänner, Bürgerräte, Priester, Gäste und natürlich durfte auch der Frauenanteil nicht fehlen. Woher er wohl das Händchen dazu hatte? Die drei ausgewählten Fahrer (Römer, Cowboy, Wikinger) lieferten sich ein spektakuläres Rennen. Seite an Seite fuhren sie ihre Runden am Boxenluder vorbei, die lässig ihre Fahne schwang, die Motoren heulten auf und die Bremsen quitschten. Das Wetter spielte auch verrückt: mal war Sonnenschein und mal zog ein kleines Gewitter vorbei. Der Wikinger überschätzte wohl seine Fahrtauglichkeit, er wurde gerammt, ihm wurde kotzeübel und schied aus. Schlussendlich musste sich auch der Römer geschlagen geben. Aber im Finale jubelten die ganze Tribüne, die Fangruppe und die Motoren schnappten sich ihre Lieblingsbremsen und tanzten mit ihnen einen Walzer und die Sonne und das Gewitter einen teuflischen Sonnentanz. So ging ein unvergessliches Wagenrennen in die Geschichtsbücher ein, und der Clou des Abends war wohl, dass sich der Heinrich aus Hamburg als echter Schweizer von der Gruppe Comedy-Alarm entpuppte - und alle haben es ihm abgekauft - super gespielt, danke.

 Bei einem regen Gedankenaustausch und guter Stimmung neigte sich ein weiterer Bürgerabend positiv dem Ende entgegen.

Monika Bärtschi