Voller Erwartung trafen sich am Donnerstag, 25. Juni 20 Personen der Trachtengruppe Thal auf dem Bahnhof Balsthal zu ihrer Reise nach Sardinien. Es hat ja schliesslich nicht jedermann die Chance, an einer schweizerisch-sardischen Hochzeit aufzutreten.

Nach einer kurzweiligen Reise mit Bahn und Flugzeug landeten wir am Abend in Cagliari. Auf der Fahrt mit dem Car zu unserem Hotel in Oristano konnten wir die ersten Eindrücke von Sardinien in uns aufnehmen.                                                         Am anderen Morgen hatten wir noch Zeit, das Städtchen Oristano zu Fuss zu erkunden.

Nachmittags um 16 Uhr fand dann die Trauung statt. Mit Stolz präsentierten wir unsere Trachten und wir wurden wohl noch nie so sehr bestaunt und so oft fotografiert. Nach der Hochzeitszeremonie, die im Freien stattfand, fingen die Feierlichkeiten nach sardischer Art an. Diese bestanden mehrheitlich aus essen, essen, essen… Es begann mit Champagner und Wein und süssen Häppchen, sehr ungewohnt für uns.

Das Hochzeitsfest war in einem idyllischen Lokal mit wunderbarer Gartenanlage. Bei den Wetterverhältnissen in Sardinien ist es natürlich ein Leichtes, draussen ein Fest vorzubereiten. Beim Eintreffen des Hochzeitspaares standen wir Spalier mit Schweizer- und Sardenfähnchen. Dann gab es zweimal Apéro in zwei verschiedenen Gärten. Theoretisch hätte man jetzt schon genug gegessen!

Das Hochzeitsessen wurde drinnen serviert. Zwischen den zwei Vorspeisen und den zwei Hauptgängen durften wir dann unsere Tänze vorführen. Schon bei den ersten Takten von „Dr Seppl“ klatschten die Gäste voll Begeisterung in die Hände. Am Schluss unserer Vorführungen erhielten wir einen langen und starken Applaus. Es war ein unvergessliches Erlebnis für uns.

Am Samstag besuchten wir die Weinhandlung Contini und wir konnten auch vier verschiedene Weine probieren.                                                                                     Danach ging es weiter zu den Ausgrabungen von Tharros, ehemalige Hafenstadt der Phönizier, wo wir eine interessante Führung durch die Anlage hatten. Das Wetter war sehr heiss, deshalb waren wir froh, uns am Strand von San Giovanni di Sinis wieder etwas abzukühlen.

Am Sonntag früh mussten wir leider schon wieder die Heimreise antreten. Glücklich und mit vielen schönen Erinnerungen kehrten wir in die heisse Schweiz zurück.

Unserer Tanzleiterin, Madeleine Probst, und unserem Präsidenten, Hans Probst, danken wir herzlich für die einwandfreie Organisation dieser unvergesslich schönen Vereinsreise.