Am Vorabend des 1. Adventssonntags spazierte eine ansehnliche Gruppe CVPlerinnen und CVPler durch die mit Teelichtern stimmungsvoll geschmückte Verenaschlucht. Unter dem Motto „miteinander unterwegs“ pflegten sie beim Eindunkeln auf dem 1791 vom französischen Baron Louis Auguste de Breteuil angelegten Weg ungezwungene Gespräche miteinander. Ein erstes Ziel war das Treffen mit Einsiedler Michael Daum in der Einsiedelei St. Verena. Vor zwei Jahren ist er von der Bürgergemeinde Solothurn als Einsiedler angestellt worden. Er wohnt im Emeritenhäuschen. Nun berichtete er über seine seither gewonnenen Erfahrungen. Es ist seine Aufgabe, die Einsiedelei mit ihren historischen Bauten und Grotten als Kraftort und Ort der Stille zu betreuen und zu erhalten. Er wehrt sich gegen einen Touristenansturm. Beeindruckt waren die Teilnehmenden von den tiefsinnigen Erläuterungen des Waldbruders über die barocke Ölbergdarstellung in der Grotte vor dem Treppenaufstieg, der in die St. Verenakapelle führt. Hier lud er die Gruppe zum Stillschweigen ein, so dass sie nur das leise Rauschen des Verena-Baches hören und die davon ausströmende beruhigende Atmosphäre fühlen konnte. Einsiedler Michael hat auch diesen geweihten Ort sowie die reich verzierte St. Martinskapelle mit deren christlicher Symbolik und Bedeutung auf eine besinnliche Art vermittelt, die nicht zu übertreffen ist.

Landammann Roland Heim weilte ebenfalls unter den Gästen. In der Verenakapelle begrüsste er die Gruppe als Präsident der Gesellschaft der Einsiedelei St. Verena und stellte deren Zweck, die Aktivitäten und die zahlreichen, realisierten Renovationen vor, die der Verein bisher finanziell unterstützt hat. Er wies zudem auf die noch pendenten Aufgaben hin.

Tief beeindruckt und zufrieden über das lehrreiche, in die Adventszeit einstimmende Gehörte und Gesehene, genossen die Teilnehmenden einen Aperitif im Stübli des Restaurants Einsiedelei in Rüttenen, zu dem Luca Strebel, Präsident der CVP Solothurn-Lebern, nach seinen Dankesworten eingeladen hatte.