Die RB Gäu-Bipperamt konnte im Geschäftsjahr 2016 ihre starke Position im Hypothekargeschäft ausbauen. Auch die Kundeneinlagen entwickelten sich positiv. Mit rund 1.05 Millionen Franken erzielte sie einen leicht tieferen Jahresgewinn als im Vorjahr.

Das Wachstum bei der Vergabe von Hypotheken um fast 3 % zeigt, dass die RB Gäu-Bipperamt in der Region für Viele beim Kauf eines Eigenheims die bevorzugte Partnerin ist.  Auch der hohe Zuwachs der Kundeneinlagen um 5 % zeugt von einem grossen Vertrauen der Kundschaft in ihre Bank. Für Verwaltungsratspräsident Iwan von Rohr ist Kundennähe und lokale Verwurzelung das Erfolgsrezept. «In unserer Rolle als KMU in der Region, als Arbeitgeberin und als Unterstützerin von Sport, Kultur und Vereinen übernehmen wir Verantwortung für die lokale Gemeinschaft. Viele unserer Kundinnen und Kunden kennen wir persönlich», sagte er am Freitag im Anschluss an den zum Lokalkolorit passenden musikalischen Auftakt der Musikgesellschaft Rumisberg zur Generalversammlung.  

Die Wertschätzung der Bevölkerung in die RB Gäu-Bipperamt zeigt sich auch in der Mitgliederentwicklung: 2016 stiessen 291 Neumitglieder dazu. Mit 10'778 Mitgliedern beträgt die Marktdurchdringung bei rund 29‘600 Einwohnerinnen und Einwohnern im Geschäftskreis (16 Gemeinden) 36.4 %.        

Tiefzinsumfeld hinterlässt Spuren

«Trotz erfreulicher Entwicklung bei den Hypotheken hat das Tiefzinsumfeld in der Erfolgsrechnung Spuren hinterlassen», eröffnete Bankleiter Andreas Furrer seinen Bericht über den Geschäftsgang 2016. So ist der Jahresgewinn aufgrund der angespannten Wirtschaftslage und der Negativzinsen mit 1'047'970 Franken um 97'000 Franken (-8.5 %) tiefer ausgefallen als im Vorjahr.

Der grosse Zufluss an Kundengeldern und das starke Wachstum bei den Kundenausleihungen führte zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 4.3 % auf 952 Millionen Franken. Die Kundeneinlagen wuchsen um 5 % auf 805 Millionen Franken an, wobei sich der Deckungsgrad – also der Anteil der Refinanzierung der Kundenausleihungen durch Kundengelder – auf 95.9 % erhöhte. Mit 840 Millionen Franken (+2.8 %) konnte die RB Gäu-Bipperamt ihre starke Position bei den Kundenausleihungen behaupten.

Diversifizierung der Erträge angezeigt

Haupteinnahmequelle der RB Gäu-Bipperamt ist nach wie vor das Zinsengeschäft: 2016 generierte es 10.5 Millionen Franken (-2.2 %). Jedoch sei man bemüht, die Abhängigkeit vom Zinsengeschäft zu reduzieren, sagte Furrer, das tiefe Zinsniveau und die schmalen Zinsmargen würden eine Diversifizierung der Erträge erfordern. Möglichkeiten dazu gebe es im Anlage- und im Firmenkundengeschäft. Die Steigerung des Depotvolumens auf über 60 Millionen Franken (+9.0 %) gibt dieser Strategie recht. So auch der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der mit 842'000 Franken um 18.6 % höher lag als im Vorjahr. Furrer führte dies auf den gezielten Ausbau der Beratungskompetenzen zurück.

Die bewusst höheren Beratungskapazitäten generierten einen um 3.5 % höheren Personalaufwand von 4.4 Millionen Franken. Hingegen konnte der Sachaufwand auf 2.9 Millionen Franken (-0.4 %) reduziert werden. Insgesamt beträgt der Geschäftsaufwand 7.4 Millionen Franken (+1.9 %). – Die anwesenden Mitglieder genehmigten den Jahresabschluss 2016 und beschlossen die Verzinsung der Anteilsscheine mit gleichbleibenden 3.5 %.

Neue Geschäftsstellenleiterin in Wiedlisbach

Vor dem Abschluss der ordentlichen GV stellte VR-Präsident von Rohr die ausgebildete Bankwirtschafterin Fabienne Neuhaus als neue Leiterin der Geschäftsstelle Wiedlisbach vor. Sie folgt auf Patrik Vogelsang, der eine neue berufliche Herausforderung innerhalb der Raiffeisen Gruppe angenommen hat. Als weitere Personalie nannte er Carla Kaspar, die per anfangs Juni ihre Tätigkeit als Individualkundenberaterin aufnehmen wird.

Wie üblich feierte die Bank das Jahresergebnis mit einem feinen Znacht und einem künstlerischen Rahmenprogramm – dieses Mal mit dem Kabarett-Duo Strohmann-Kauz.