Kürzlich traf sich die fast vollzählige Vereinsfamilie mit Partnerinnen und Partner zur Vereinsreise. Der erste Halt der Reise war ein Besuch in einer Straussenfarm im Schwarzwald. Bei der interessanten Führung durch den Züchter erfuhren wir viel über den grössten Vogel der Welt sowie über die Straussenzucht. Danach fuhren wir weiter zum „Zollhaus-Blumberg“. Dort warteten wir auf die Abfahrt der dampfbetriebenen Museumsbahn Wutachtal, bekannter unter dem Namen „Sauschwänzlebahn“. Die 1890 eröffnete Bahnstrecke von Lauchringen durch das Wutachtal nach Hintschingen diente ursprünglich dem militärischen Truppen- und Waffentransport. Den lustigen Name erhielt die Wutachtalbahn durch die mehreren offenen Kehren, einem Kehrtunnel sowie dem einzigen deutschen Kreiskehrtunnel, der die Streckenführung wie ein Sauschwänzle aussehen lässt. Nach der einstündigen, 25 km langen Dampffahrt erreichte die 87 Tonnen schwere Dampflock mit sieben alten Bahnwagen den Bahnhof Weizen. Anschliessend fuhren wir mit dem modernen Kleinbus in das 952 m.ü.M. gelegene 2‘500 Seelendorf Schluchsee am gleichnamigen See. Dort begegneten wir endlich dem hl. Nikolaus von Myra. Seit 1095 steht in diesem Ort eine dem hl. Nikolaus von Myra geweihte Kirche. Der Präsident der SNGW führte die Gesellschafter durch die 1982 neu erbaute Pfarrkirche. Der markante Kirchturm mit der barocken Zwiebelhaube steht seit 1275 hoch über dem See. Das Kirchenschiff im siebeneckigen Grundriss wird von einem mächtigen zeltartigen Schindeldach geschützt. Vor dem Haupteingang der Kirche ist ein lebensgrosser Kinderreigen um einen Bischofsstab mit Mitra dargestellt, der Hinweis auf den kinderliebenden Bischof. Im hellen und eindrücklichen Kirchenschiff mit viel einheimischem Tannenholz geniessen wir die Architektur mit den einmaligen künstlerischen Ausschmückungen. Im neogotisch geschnitzten und vergoldeten Flügelaltar aus dem Jahr 1896 erkennen wir den Kirchenpatron als jungen bartlosen Bischof im gotischen Ornat. Die barocke Statue aus der alten Kirche, welche im ehemaligen Turmeingang steht, ist im barocken Bischofsornat gekleidet. Auch hier ist Nikolaus bartlos. Statt drei goldene Kugeln (Attribut) auf dem Evangelienbuch sind ein Apfel, eine Birne und eine vergoldete Baumnuss dargestellt. Nach dem gemütlichen Apéro am schönen Dorfplatz, verabschieden wir uns von Schluchsee, um auf dem Heimweg ein feines Nachtessen in einem Landgasthof mit Brauerei zu geniessen. Müde, aber mit vielen tollen Eindrücken erreichten wir Wangen und freuen uns jetzt schon auf die in sechs Monaten beginnende St. Nikolaus-Saison. Haben wir Dich jetzt „gluschtig“ gemacht? Du bist bei uns herzlich Willkommen! Mehr über uns bei: www.nikolauswangen.ch