Perfekte Sportanlagen, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, ein kompetentes Leiterteam und jede Menge gute Stimmung – das sind die Zutaten, die es brauchte um am letzten Septemberwochenende den Weiterbildungskurs der Aktiven im Solothurner Turnverband in Willisau zum Erfolg zu machen.

Daniel Häfliger/SOTV

So sicher wie der Herbst jedes Jahr ins Land zieht, so sicher steht der Weiterbildungskurs (WBK) der Abteilung Aktive im Solothurner Turnverband SOTV in dieser Jahreszeit im Veranstaltungskalender. Am letzten Septemberwochenende trafen sich mehr als 70 Turnerinnen und Turner im Luzernischen Willisau und profitieren von den perfekten Anlagen des Sportzentrums. Die Ressortleiterin Aus- und Weiterbildung im SOTV, Rosemarie Strähl, zeichnete für die Durchführung verantwortlich und hatte mit ihrem rund 20-köpfigen Leiterteam wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt.

Vielfältiges Angebot für unterschiedliches Zielpublikum.

Der WBK richtet sich an ein unterschiedliches Zielpublikum. Einerseits bietet er Leitenden aus den Aktivvereinen die Gelegenheit, Neues kennen zu lernen, coole Trends zu erleben oder selbst wieder mal etwas zu trainieren. Andererseits richtet er sich an junge Leiterinnen und Leiter oder solche, die diese Aufgabe demnächst übernehmen wollen. Sie finden im JumpIn die Plattform zur Weiterbildung. Der WBK ist aber auch eine Gelegenheit, sich den Nachweis als Leiter/-in im J&S und Kindersport zu sichern. Mehr als 25 Themen standen dieses Jahr in den Disziplinen Geräteturnen, Spiele, Leichtathletik und Gymnastik zur Auswahl. Zudem konnten auch Theorielektionen besucht werden. Der Fokus lag aber klar auf der praktischen Anwendung. Nach einer kurzen Einleitung wurde jeweils das Gehörte sogleich angewendet und ausprobiert, wobei auch der Spass nicht zu kurz kam.

Schnelligkeit, Sprungkraft, Koordination und andere Herausforderungen.

In den zahlreichen Trainingseinheiten standen ganz unterschiedliche Fähigkeiten im Mittelpunkt. In der Leichtathletik ging es zum Beispiel um Schnell- und Sprungkraft sowie um Laufsprünge. Im Geräteturnen tönte es zu Beginn der Lektion etwas seltsam. Da sprach man von C plus und C minus oder von der I-Position. Rasch zeigte sich, dass das die relevanten Grundpositionen oder Körperhaltungen sind, die für das Geräte- und Kunstturnen beherrscht werden müssen. Koordinationsfähigkeit und der Umgang mit Basketbällen waren in der Gymnastik zwei Herausforderungen. Eine ganze Reihe von Lektionen war den Veränderungen in den Fachtests gewidmet. Diese Tests werden an den Turnfesten neben traditionellen Disziplinen wie Gymnastik, Geräteturnen, Leichtathletik oder Spielen angeboten. Ab nächster Saison gelten Neuerungen, mit denen sich die interessierten Leiterinnen und Leiter ein erstes Mal anfreunden konnten. Es wird nicht einfach, die Anforderungen sind nämlich nicht gesunken. Aber das macht ja das Turnen so spannend: sich den Herausforderungen stellen und den Erfolg suchen – und ihn mit dem entsprechenden Engagement auch finden.

Herunterfahren und geniessen.

Ein ebenso fester Bestandteil wie das Turnen im WBK ist der gemütliche Samstagabend in Willisau. Er bietet Gelegenheit neue Kolleginnen und Kollegen kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und vom Alltag Abstand zu nehmen. Dieses Jahr bot der Abend auch die passende Kulisse für die gebührende Verabschiedung von Roman Brunner, dem langjährigen Hauptverantwortlichen für den WBK. Er tritt nun als Leiter und Helfer zurück und überlässt seinen Platz anderen.

Für Rosemarie Strähl stimmt das Kurskonzept, es ist etabliert und erfährt 2015 keine grundsätzlichen Veränderungen. Die Hauptverantwortliche für den WBK ist auch mit der diesjährigen Teilnehmerzahl zufrieden, wobei durchaus Luft nach oben besteht. Sie wünscht sich aber für 2015 mehr Solothurner Vereine.