Das siebte Jugendchorlager ist zugleich das dritte in der Cabane Raimeux Amis de la Nature Moutier.

Nebst den festen Sängerinnen und Sängern verbringen auch vier ehemalige Songfäger und drei junge Gäste das Wochenende mit uns. So kommen immerhin 28 Teilnehmer zusammen. Mit viel Elan werden lebendige Lieder gesungen, wir stampfen, klatschen und nicht einmal die Plastikbecher sind sicher vor uns: sie werden als Perkussionsinstrumente benutzt. Die gute Stimmung erreicht ihren Höhepunkt beim Anblick und wohligen Geruch der gelungenen, frisch gebackenen Sonntagszüpfe. Das Küchenteam hat sich richtig ins Zeug gelegt.

Auch dieses Jahr reisen wir am Freitagnachmittag ab Messen per ÖV in den Jura. Bereits auf der Fahrt kommt eine besondere Lagerstimmung auf; Vorfreude und Aufregung.

Bereits die vor dem Essen angestimmten Lieder (es gab feine Älplermagronen) klingen voll und lassen den Enthusiasmus der Songfäger für das Singen an diesem Wochenende erahnen.

Das Thema der nächsten Jahreskonzerte ist „Mein Name ist Eugen“. So lesen die Chorleiter Abends aus dem Buch vor.

Der zweite Tag beginnt mit einem wunderbaren afrikanischen Lied. Wieder einmal verblüffen uns besonders die Jüngsten: sofort können sie den fremdsprachigen Text und die schwierige Rhythmik auswendig! Ausdauernd probt der Chor bis zum Znüni ohne Pause an einem witzigen vierstimmigen Arrangement von Mani Matters „e Löu, e blöde Siech, e Glünggi und e Sürmu“.

Da das Wetter umzukippen droht, entscheiden wir uns spontan, die schöne Jura Landschaft unter die Füsse zu nehmen. Natürlich beweisen alle ihren Mut beim erklimmen des Aussichtsturms.

Die Entscheidung erweist sich als gute Idee: der Regen kommt am Nachmittag. Ideale Bedingungen also, um in der warmen Stube weiter zu proben. Weil wir beim einstudieren der Perkussion zum Lied „When I’m Gone“, eben die mit den Bechern, ganz schön ins Schwitzen kommen, ist uns das frische Klima draussen gerade recht.

Die Diskussion über die genaue Schichtung des Toast Hawaii, nämlich ob der Käse über oder unter die Ananasscheibe gehört, scheidet die Geister und ist noch nicht restlos geklärt. Leider hat Mani Matter sein Lied der Sandwich-Frage gewidmet – es kann also zur Klärung hier nicht beigezogen werden. Jedenfalls hat das Znacht allen geschmeckt.

Der verregnete Sonntag wird voll ausgenutzt: Wir singen sehr viel. Erstmals teilen wir uns auf und proben in den Abteilungen Alt (ab sechste Klasse) und Jung (bis sechste Klasse).

Während die „Alten“ mit Markus dreistimmig „Jamaica Farewell“ proben, geht es bei den Jungen um rostigen Ritter und das Räuberleben. Mit „Scharlachrot“ schliessen wir die Proben gemeinsam ab.

Leider verhindert das schlechte Wetter den Fussmarsch nach Grandval. Wir werden chauffiert und reisen müde aber glücklich nach Hause.

Das gelungene Songfäger-Weekend ist vom Vorstand super organisiert worden, das Leiterteam funktioniert bestens und wir haben eine gute Stimmung untereinander.

Mit den Dirigenten Martina Grossniklaus, Musiklehrerin für musikalische Früherziehung und Rhythmik und Chorleiterin sowie Markus Ischer, Musik-, Gitarrenlehrer und Komponist haben wir eine sehr engagierte, moderne Kinderchorleitung mit gutem Draht zu den Kindern und Jugendlichen.

Kinder aus der Region Limpachtal und Bucheggberg sind bei uns richtig, wenn sie Freude an frischer und junger Musik haben (7 - 18 Jahre).

Unterstützt werden wir vom Azeiger, Emil Frey Auto AG und dem Förderverein Jugendchor Songfäger.

Wir sind auf verschiedene Geldgeber angewiesen, da wir nicht durch staatliche Organisationen gestützt sind. Danke für jede Unterstützung!

Ihr findet uns unter www.songfäger.ch

                                                                                              Martina Grossniklaus, Markus Ischer und Fritz Schmutz