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Seniorenfahrt ins Suldtal/Pochtenfall

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Vor dem "Zvieriteller" war der Fototermin angesagt

Gruppenfoto

Vor dem "Zvieriteller" war der Fototermin angesagt

Die Seniorengruppe startete traditionsgemäss am 1. Mittwoch im Juni zu ihrer „Fahrt ins Blaue“.

Schon nach der Abfahrt auf dem Schulhausplatz wurde diskutiert und geraten, ob wir wohl auf die Autobahn fahren – geht es Richtung Zürich oder Bern? Ein Rätsel löste sich schon auf der Autobahn Richtung Bern. Was gibt es wohl mit dem erhaltenen Los zu gewinnen? Alle Mitfahrenden durften diese nun aufreissen und stellten freudig fest, dass sie eine Gratisfahrt gewonnen haben – und zwar zur eigenen Überraschung „alle Teilnehmer“. Die Vorbereitungsgruppe hatte beschlossen mit angesammelten Geld in der Kasse, einmalig die Fahrtkosten zu übernehmen.

Zügig ging die weitere Fahrt über Kirchberg - HIndelbank durchs schöne Krauchthal weiter Richtung Worb – Belp - Wattenwil zum Rest. Sternen in Oberbütschel. Alle Teilnehmer erhielten einen kräftigen Kaffee und dazu einen hausgemachten Nussgipfel.

Unser bewährter Chauffeur Heinz führte uns nachher durch die blumige und ländliche Gegend über Aeschi bei Spiez - Aeschieried hinein ins grüne, naturgeschützte Suldtal. In Suld wurden wir im Restaurant Pochtenfall willkommen geheissen. Schon von weitem konnten wir das Restaurant mit seinem, aus dem 16. Jahrhundert erhaltenen, hölzernen Wasserrad, erkennen. Dieses Wasserrad diente während Jahren zum Betreiben einer Tannenrindenstampfe sowie einer Sägerei. 1914 wurde der Sägerei eine kleine Gaststube angegliedert und inzwischen zu einem heimeligen Restaurant umgebaut. Heute wird die Kraft des Wassers zur Stromerzeugung für 50 Lampen des Restaurants Pochtenfall verwendet.

Der heisse Schinken, der feine, frisch zubereitete Kartoffelsalat und grüner Salat mundete allen ausgezeichnet. Die hungrigsten Mäuler wurden mit einem Nachservice bedient. Das Zvieri-Plätte konnte dank der angenehmen Temperaturen draussen genossen werden. Nach vielen interessanten Diskussionen, wurde der Nachmittag mit einem feinen Coupe Dänemark abgerundet. Die Wirtin wusste uns als Abschluss viele spannende Details über das Suldtal zu erzählen. So hätten sie hier schon vor über 400 Jahre gemerkt, dass der Wald geschützt werden muss. Die prächtigen Wälder, der rauschende Wildbach, scheue Wild- und Vogelarten, ein majestätisches Steinadlerpaar, seltene Blumen und Pflanzen warten hier darauf, entdeckt zu werden. Das riesige „Sauerstoffreservoir“ ermögliche das Wachstum von Moosarten, die es sonst auf der ganzen Welt nicht mehr gäbe.

Gut genährt und zufrieden konnte die Rückfahrt unter die Räder genommen werden. Der Rückweg durchs Suldtal erforderte nochmals das Öffnen der verschiedenen Weidabschrankungstore und schon bald konnte in Spiez auf die Autobahn eingebogen werden. In letzten Diskussionen erhärteten sich auch noch mögliche Ziele für die Fahrt im 2020. Einstimmig hiess es: „wieso auch nicht einmal in den Schwarzwald!“

Text und Foto Rudolf Rebholz

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