Stüsslingen

Seebären und Seebärinnen fallen trocken. Eine tolle Segelwoche im holländischen Wattenmeer

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René Weber

Ein besonderes Erlebnis, auf dem Meeresgrund zu wandeln...

René Weber

Wie fühlt es sich an, wenn ein Dreimastsegler auf Grund läuft? «So etwas habe ich noch nie erlebt» meint Urs Däpp aus Aarwangen und auch René Weber aus Schwarzhäusern, beide Mitglieder beim Pontonierverein Aarwangen, ist fasziniert. «Trockenfallen» nennt sich dieses Erlebnis, wenn im Wattenmeer bei Ebbe das Wasser davon läuft und das Schiff auf dem Sandboden festsitzt. Möglich machte dieses Event der pensionierte Lehrer Aldo Botta aus Stüsslingen. Seit über 20 Jahren organisiert er für Vereine und Freunde Segeltörns auf traditionellen Segelschiffen im nordholländischen Watten- und IJsselmeer. Nach bangen Wochen und vielen Abklärungen ist es ihm in dieser schwierigen Corona-Zeit gelungen, mit einer Gruppe Seebären und Seebärinnen bei den westfriesischen Inseln mit einem 54 Meter lange Dreimaster zu segeln.  Das stolze Schiff wurde 1881 als Frachter gebaut. Er wurde auf dem Rhein eingesetzt und beherbergte an Bord zwei Pferde, welchen den Koloss gegen die Strömung ziehen mussten. Bei der Rückfahrt wurden die Segel gehisst. Heute ist das Schiff zusammen mit anderen traditionellen Seglern ein wichtiger Bestandteil des holländischen Tourismus. Skipper Peter und Maat Hängg waren denn auch froh, endlich doch noch in See stechen zu dürfen. Die tolle Gruppe aus den Kantonen Solothurn, Bern, Nidwalden und Baselland war begeistert und bewegten nach Anweisungen des Maats die «Tsjerk Hiddes» mit ihren 550 m² Segeln und insgesamt 3 Kilometer langen Seile souverän. Für das leibliche Wohl sorgten einmal mehr Chefsmutje Ewald Frey und Andy Pfäffli. Für die sichere Fahrt mit dem Car nach Holland und zurück waren die beiden Chauffeure Urs Müller, Melchnau und Dieter Saladin, Roggwil, zuständig.

Veronika Sigrist

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