Am Frühlings-Seniorennachmittag konnte Alterskommissions-Präsidentin Brigitte Burri eine stattliche Anzahl von Seniorinnen und Senioren im Alter von über 70 Jahren begrüssen. Als Redner der Gemeinde hatte sich Gemeindepräsident Peter Hodel eingefunden. Er orientierte die Anwesenden über die dringendsten Probleme der Gemeinde Schönenwerd. Hinter dem einstigen Museum Bally Prior ist eine Wohnüberbauung von rund sechzig Wohnungen geplant und anschliessend daran, westlich des Restaurants Lindenstadl sind noch einmal vierzig Wohnungen vorgesehen. Wie Peter Hodel feststellen konnte, wird bei Bezug dieser Wohnungsangebote die Gemeinde Schönenwerd die Einwohnerzahl von 5000 Einwohnern überschreiten. Dazu braucht es zwar keine Grossüberbauung, denn 2013 zählte Schönenwerd bereits 4947 Einwohnerinnen und Einwohner. Wachstum bringt aber nicht nur Vorteile, wusste der Gemeindepräsident zu relativieren. Denn mit jedem Bauprojekt werden Infrastrukturarbeiten ausgelöst, die die Gemeindekasse belasten.

Das Grundwasserpumpwerk Spitzacker, das die Trinkwasserversorgung der Gemeinden Eppenberg-Wöschnau, Gretzenbach und Schönenwerd speist, muss wegen des Baus des SBB-Eppenbergtunnels aufgehoben werden. Die betroffenen Gemeinden sind im Gespräch mit den SBB und dem Kanton, um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Garantiert wird aber vonseiten der Gemeinebehörde, dass die Versorgung mit Wasser auf jeden Fall sichergestellt wird.

Die finanzielle Lage der Gemeinde spitzt sich nach der Ablehnung einer Steuererhöhung von 115 auf 122 Prozentpunkte durch die Dezember-Gemeindeversammlung zu. Fest steht laut Gemeindepräsident Hodel, dass die Rechnung 2013 zwar etwas besser als prognostiziert, aber immer noch mit einem deutlichen Defizit schliessen wird. Gemeinderat und Finanzkommission sind nun daran, für das Jahr 2015 einen Weg zu finden, die Ausgaben zu reduzieren.

Zum Schluss lud Peter Hodel alle Seniorinnen und Senioren ab dem 75. Lebensjahr zur in diesem Jahr stattfindenden Seniorenausfahrt ein, die in das Areal der «Grün 80» bei Basel führen wird.

Unterhaltung mit dem Duo vom Fluahbärg aus Wissen

Brigitte Burri konnte das Duo vom Fluahbärg aus Wissen begrüssen, das für die Unterhaltung sorgte. Die beiden Musiker präsentierten vor allem bekannte Lieder wie das Kufsteinlied, den Schacherseppli und den Heimatvogel von Josef Reinhart sowie viele weitere Lieder, vor allem von Schweizer Komponisten. Der Applaus wurde reichlich gespendet, was bewies, dass das Dargebotene Anklang fand. Die Melodien aus den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts waren vielen der Anwesenden bekannt, was einige auch zum Mitsingen und Mitsummen anregte.

Mit einem Imbiss aus der Küche des Hauses im Park, der sehr gut mundete und von den Mitgliedern und Helferinnen der Alterskommission freundlich serviert wurde, fand dieser Nachmittag seinen Abschluss. Für viele der Anwesenden stand fest: Im November werden wir wieder dabei sein.