Frick

Sängerinnen und Sänger aus Frick gaben in Palästina 3 Konzerte

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Eindrückliches Konzert in Bethlehem

Konzert unter den Portraits von Arafat und Abbas

Eindrückliches Konzert in Bethlehem

Konzert unter den Bildern von Jassir Arafat und Mahmud Abbas

Ein ganz besonderes Singprojekt führte anfangs Januar 50 Sängerinnen und Sänger aus den Chören SMW Frick (Projektchor der reformierten Kirche Frick) und dem Singkreis Wohlen (Chor der reformierten Kirche Wohlen bei Bern) ins „Heilige Land“. Bereits vor anderthalb Jahren hatten sie sich entschlossen, gemeinsam  auf diese eindrückliche Reise nach Palästina zu gehen. So standen am 30. Dezember die Reisenden mit einem Kribbeln im Bauch auf dem Flughafen Zürich. Nach dem Flug brachte ein Bus die Gruppe von Tel Aviv hinüber nach Palästina, wo in Beit Jala in der Abrahams Herberge die Unterkunft bezogen wurde. Bereits auf der Fahrt dorthin erhielten sie einen prägenden Eindruck der politischen Situation in diesem Land. An der Grenze Israel/Palästina empfing sie eine 3 Meter hohe Mauer, unterbrochen durch Wachtürme, Eisenzäune mit Spitzen bewehrt und ausgerolltem Stacheldraht. Assoziationen zur Berliner Mauer, zu Ghettos machten sich in den Köpfen der Reisegruppe breit. Und dann war da auch noch eine riesengrosse rote Tafel, die darauf aufmerksam macht, dass man palästinensisches Gebiet betrete und dies lebensgefährlich sei. Das Gegenteil war der Fall! Die Leute in Palästina entpuppten sich als sehr gastfreundlich, warmherzig und friedliebend, trotz ihrer schwierigen ökonomischen und politischen Lage.

Zusammen mit dem Jugendorchester der Musikhochschule wurde, neben diversen Besichtigungen von heiligen Stätten und dem Toten Meer, fleissig am Konzertprogramm gefeilt. Die  Höhepunkte der Reise waren sicher die  Konzerte in Jerusalem, Ramallah und Bethlehem vor einem jeweils begeisterten Publikum, vom Baby bis zum Minister und dem Schweizer Botschafter. In Bethlehem war es für die Sängerinnen und Sänger besonders eindrücklich, unter den riesengrossen Bildern von Arafat und Abbas musizieren zu dürfen.

Viele Eindrücke, viel Wissen über ein Gebiet, von dem man bei uns immer hört, wenn gerade eine Rakete abgefeuert worden ist, neue Freundschaften und Begegnungen mit offenen Menschen, die, trotz allen Steinen, die ihnen die israelische Regierung in den Weg legt, am Frieden arbeiten reisten mit in die Schweiz zurück. Und nun darf die wunderschöne Musik auch in der Schweiz noch dreimal, gemeinsam mit den jungen Musikerinnen und Musiker aus Palästina, alle haben ein Ausreisevisum erhalten, aufgeführt werden. Zu hören ist das spezielle Konzertprogramm auch in der katholischen Kirche Frick und zwar am Sonntag, 19. Januar um 17 Uhr.

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