Beinwil (Freiamt)

Rütlischiessen - das schönste Schützenfest der Welt

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1148 Teilnehmer haben am 156. Rütlischiessen teilgenommen. Diego Huwyler aus Beinwil hat bei den Freiämter Rütlischützen den begehrten Rütlibecher gewonnen. Die Mannschaft hat sich mit einem würdigen Resultat im Mittelfeld der Gastsektionen klassiert

Das Rütlischiessen ist das schönste Schützenfest der Welt. Es ist nämlich nicht im Gedenken an kriegerische Ereignisse aus der Taufe gehoben worden. Hier auf dem Rütli wurde die Schweiz gegründet. Am Mittwoch vor Martini gedenken wir jeweils diesem Glücksfall in der Geschichte.

Mit diesen Worten wandte sich der Urner OK-Präsident Adi Zurfluh beim Absenden an die Schützengemeinde. Zumindest wettertechnisch hätte die Veranstaltung schöner kaum sein können. Die 1148 teilnehmenden Schützen und sicherlich mindestens so viele Zaungäste profitierten den ganzen Tag über von nahezu perfekten Bedingungen. Dank Föhneinfluss war es viel wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit. Das wirkte sich auch positiv auf die Stimmung aus.

Die Freiämter Rütlischützen sind als Mannschaft (8 Schiessende) sehr erfolgreich gewesen, Auszug aus der Rangliste; Gerry Koch (78 Pkt.) Häfliger Pius (76 Pkt.) Bättig Franz (69 Pkt.) Furrer Rolf (61 Pkt. Huwyler Diego (55 Pkt.) Schenkel Alice, Schenkel Köbi und Klausner Peter.

Das Schiessprogramm umfasst ohne Probeschüsse in der Kniendstellung drei Schüsse in einer Minute, zweimal sechs Schüsse in je zwei Minuten auf die Distanz von ca. 255 Meter auf die Scheibe A5, was eine maximale Punktzahl inklusive Treffer von 90 Punkten ergibt. Die Mannschaft der Schützen der Stadt Bern waren in diesem Jahr die Gewinner bei den über 50 Gastsektionen vor den Stadtschützengesellschaft Aarau und Buchholterberg. Die Mannschaft vom Verein Freiämter Rütlischützen hat sich im 38. Rang der Gastsektionen klassiert.

Aus allen Landesteilen sind die 1148 Schützen für das älteste historische Schiessen mit dem Schiff angereist. Für das Tagesbestergebnis war Beat Odermatt aus Obbürgen besorgt, der die Bundesgabe in Form eines Sturmgewehrs entgegen nehmen durfte. Er erreichte 87 Punkte und verpasste damit den Rütli-Rekord nur um zwei Punkte.

Der Festredner, Regierungsrat Urban Camenzind gratulierte der Sektion Uri zur hervorragenden Organisation dieses geschichtsträchtigen Anlasses». Den Schützen gab er zu bedenken: «Gerade in der heutigen, von Umbrüchen geprägten Zeit, ist es notwendig, die vorausschauende und fortschrittliche Geisteshaltung unserer Schützenkameraden vor 150 Jahren als Vorbild zu nehmen. Der fortschrittliche Schützengeist aus den Anfängen unseres Bundesstaats hat das Gemeinsame gesucht und gefördert.» Damals sei erkannt worden, dass man während der gesamten Entwicklung unserer Eidgenossenschaft nur dann erfolgreich war, wenn man über die ideologischen Grenzen hinaus zusammengearbeitet und gemeinsam die Zukunft gestaltet habe, so Camenzind. «Beim Rütlischiessen ist dieser alte Schützengeist der Vorfahren aus der Gründungszeit des Bundesstaats nach wie vor lebendig.»

Das Rütlischiessen ist einmalig und im Freiamt sehr beliebt. Erfreulicherweise kommen Jahr für Jahr zum Verein der Freiämter Rütlischützen neue Mitglieder dazu.

Köbi Schenkel, Freiämter Rütlischützen, Präsident

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