Der Liedermacher Ruedi Stuber, Gitarre und Gesang, mit seiner Schweigenden Mehrheit (Kurt Meier, Banjo und Gitarre und Kurt Studer, Bass) vermochte auf der Oensinger Neu Bechburg die Zuhörerinnen und Zuhörer im voll besetzten Schlosssaal hell zu begeistern. Der von der Kulturkommission Oensingen organisierte Anlass war ein voller Erfolg.

Ruedi Stuber war erfreut darüber, einmal auf der Bechburg öffentlich aufzutreten. In früheren Zeiten sei er oft für den Oensinger Kronenkeller engagiert worden, wo er auch 1972 von den Berner Troubadours entdeckt wurde. Mit ihnen zog er nach Mani Matters Tod zehn Jahre lang durch die Lande. Seit den 90er Jahre tritt er nun oft mit der „Schweigenden Mehrheit“ auf.

Die Lieder, die er auf der Bechburg vortrug, zogen sich quer durch die früheren Programme, seien es seine zahlreich in Solothurner Mundart übersetzten Chansons von Georg Brassens oder aus seinen Programmen „Fähri Fahre“, „Chünguwürscht“, „E Blick i d Ouge vore Chue“. Natürlich durfte auch Stubers Lieblingslied vom Kuoni, dem Raubritter, der als Schlossgespenst die Bechburg unsicher macht, nicht fehlen. Die feinen, poetischen und witzigen Texte überzeugten und machten auch nachdenklich.

Ruedi Stubers Liebe zur Sprache hört man nicht nur in den Texten der Lieder, sondern auch in der Unterhaltung, den Erzählungen zwischen den Musikstücken, den Wortspielereien und dem Plaudern Aug in Auge mit dem Publikum.

Ruedi Stuber und die Schweigende Mehrheit, die mit ihrer musikalischen Vielfalt zu begeistern wussten, bescherten den dankbaren Besucherinnen und Besuchern einen wunderschönen Abend im gediegenen Ambiente des Oensinger Schlosses.

Marianne Hunziker