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Riniker Chor und Solothurner Liedermacher im gemeinsamen Konzert

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Der Saal im Zentrum Lee war bis auf den letzten Stuhl besetzt, als der Gemischte Chor Riniken am Sonntag, 3. November 2019 sein Programm mit dem Titel «Vo dene, wo so Liedli mache» präsentierte. Gemeinsam mit dem Solothurner Liedermacher Ruedi Stuber unterhielt der Chor unter der Leitung von Isabelle von Arx das Publikum mit Liedern von Schweizer Liedermachern, allen voran von Mani Matter. Die Dirigentin hatte einige seiner Werke speziell für den Chor neu arrangiert.

Das Konzert wurde vom Liedermacher Ruedi Stuber eröffnet. Passend zum aktuellen Wetter sang er das Lied vom Rägeschirm, eine Mundartübersetzung von Georges Brassens’ «Le parapluie». Der Chor setzte das Programm mit einem Liedblock über die Liebe fort. In «Farbfoto» sinniert Mani Matter darüber, was Glück bedeutet. Im «Lied vom Diabelli» erzählt er von einem verunglückten Liebes-Ständchen. Drei Stücke aus dem Volksliederbereich ergänzten das Thema.

Ruedi Stuber wechselte dann mit seinen spitzzüngigen Liedern über menschliches Verhalten zum zweiten, ernsten Chorblock über Krieg und Tod. Mani Matters «Usemene lääre Gygechaschte», ein Lied über die Schrecken des Krieges und «Dr Grichtschryber Joss», über ein Gespenst im Amtshaus auf der Suche nach Akten bildeten den Rahmen für zwei ebenso bekannte wie traurige Volkslieder, das «Guggisbärgerlied» (sehr einfühlsam interpretiert) und «Stets in Truure mues i läbe» in einer modernen Version.

Mit zwei weiteren tiefgründigen Liedern aus seinem neuen Programm leitete Ruedi Stuber über zum dritten Konzertblock. Im Lied «Einisch amne Morge» thematisiert Mani Matter seinen eigenen Tod. Zwei Freunde reden von ihm, «wo so Liedli macht». Dieser Stelle verdankt das ganze Konzert seinen Titel. Hemdsärmeliger ging es dafür im Lied «Si hei dr Wilhäm Täll ufgfüert» zu und her. Der Chor inszenierte die Saalschlacht «im Leue z Nottiswil» in Form eines kleinen Theaterspiels. «De Birebaum» von Bruno Höck und «Bim Moonschyn» von Markus Fricker brachten wieder etwas Gefühle und Wärme zurück in den Saal.

Der Chor und der Liedermacher, die beiden erwiesen sich als perfektes Gespann: Ruedi Stuber mit Wort, Witz und klingender Erzählkunst, die Sängerinnen und Sänger des Chors unter der exzellenten Leitung von Isabelle von Arx mit Melodien, Schauspiel und Emotionen. Die Mischung von tiefgründigen Liedermacher-Liedern mit bekannten Volksweisen verlieh dem Programm Abwechslung und Vielfalt. Das Publikum kam in den Genuss eines unterhaltsamen Konzertes.

RW

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