Gunzgen

Rezertifizierung durch die Stiftung Natur & Wirtschaft

megaphoneLeserbeitrag aus GunzgenGunzgen

Die Kieswerk Gunzgen AG wie auch die Kieswerk Boningen AG wurden am Freitag, 15. Juni 2018 durch die Stiftung Natur & Wirtschaft für fünf weitere Jahre rezertifiziert. Dabei wurden in einem detaillierten Audit die Naturflächen in den beiden Abbaugebieten überprüft.

1998 wurden die Kieswerk Gunzgen AG und 2005 die Kieswerk Boningen AG zum ersten Mal durch die Stiftung Natur & Wirtschaft zertifiziert. Die Stiftung fördert das naturnahe Gestalten von Kiesabbaustellen, Firmenarealen, Schulanlagen und Wohnsiedlungen. Vorbildlich gestaltete Areale werden dabei von der Stiftung mit einem national anerkannten Label ausgezeichnet. Die Stiftung unterstützt Interessierte bei der Planung sowie Realisierung von Arealen und steht bezüglich Nutzung und Pflege des Naturareals mit Rat und Tat zur Seite.

Das vergangene Audit bestätigte wiederum, dass in den Kiesgruben Gunzgen und Boningen wertvolle Naturflächen vorhanden sind, kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden. Für die dort lebenden Tiere und Pflanzen bestehen äusserst wertvolle Lebensräume wie beispielsweise temporäre und dauernde Gewässer, Magerwiesen, Ruderalflächen (Kiesplätze mit humusarmem Untergrund), ein Pionierwald sowie Kleinstrukturen (Holz, Stein- und Sandhaufen). Die verschiedenen Lebensräume sind auf dem ganzen Areal der beiden Abbaustellen zu finden. Mosaikartig wechseln sich die Habitate ab, was zu einer Vernetzung und einer hohen Biodiversität führt. Verschiedene Amphibien, Reptilien, Vögel, Insekten und auch Säugetiere fühlen sich dabei sehr wohl. Auch pionierartige Pflanzen wie Rosmarin-Weidenröschen, Natternköpfe oder wilde Möhren wachsen in den beiden Abbaugebieten.

Seit Jahren werden die Naturflächen auf den Arealen der Kieswerk Boningen AG und der Kieswerk Gunzgen AG von ihren Mitarbeitenden nach ökologischen Kriterien unterhalten. Im Winter werden die Gewässer partiell ausgebaggert und im Sommerhalbjahr werden die Magerwiesen gemäht und die invasiven Neophyten reduziert. Fachliche Unterstützung in der Pflege und Erstellung der Naturflächen bietet Doris Hösli, stellvertretende Leiterin Natur/Boden vom Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB). Für Interessierte wie beispielsweise Schulklassen, Erwachsenengruppen oder auch für Ferienpasskurse werden durch die beiden Firmen Führungen zum Thema Natur und Kiesabbau angeboten, welche ebenfalls durch den FSKB unterstützt bezeihungsweise begleitet werden.

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