Wer gerne reist, hat mehr vom Leben. Das liest sich fast wie eine Schlagzeile aus einem Reisekatalog. Doch, wie dem ach sei! Gerne erinnert man sich, wie der "Stubete"-Ausflug ins Appenzellerland professionell organisiert wurde. Und deshalb an dieser Stelle vorerst herzlichen Dank an die Adresse von Pfarrer Ulrich Wilhelm und seinem "Stubete-Team"
Dienstag, 14. September, 8 Uhr morgens. Die Wetterprognose lautete günstig. Die Stimmung der Reisegesellschaft war locker und der Car-Chauffeur orientierte in Bezug der gewählten Reiseroute.
Diese führte zunächst bis Kemptal zu einem Kaffee-Halt. Nach dem Kurzaufenthalt ging die Fahrt zügig weiter in Richtung Winterthur Herisau-Urnäsch.
Inmitten des hübschen Städtchens von Urnäsch, stellte sich die ganze Gesellschaft entlang dem Dorfplatz. Es war nicht zu überhören und schon gar nicht zu übersehen, wie sich ein konzertantes Kuhglocken-Geläute in der Tradition eines Alp-Abzuges ankündigte.
Einer mit der Alpwirtschaft eng verbundenen Tradition wurde lautstark applaudiert. Und die am Strassenrand sich positionierten Amateur-Fotografen zückten fleissig ihre Kameras.
Inzwischen war es Mittagszeit. Die Reisegesellschaft bewegte sich in Richtung Restaurant Ochsen, wo ein gut bürgerliches Essen serviert wurde.
In der Zeit danach wurde die Gelegenheit benützt, das im Zentrum sich befindliche Appenzeller Heimatmuseum zu besuchen. Das lokalgeschichtliche Museum, das vorwiegend örtliches Brauchtum zeig t, überrascht mit besonders schönen Innenräumen und deren Ausstattung mit dekorativen Gegenständen aus vergangenen Zeiten.
Das Ortsbild von Urnäsch ist insbesondere geprägt von der Kirche. Ursprünglich wurde diese gegen 1417 als Filialkirche von Herisau gebaut. Nach dem Dorfbrand von 1641 wurde sie über den alten Grundmauern wiederaufgebaut. Das heutige Erscheinungsbild wirkt begleitend auf dem Weg in die Meditation.
Aber auch das von Pfarrer Wilhelm angekündigte Orgelkonzert in der Ortskirche erfreute die ganze Reisegesellschaft. Wie sehr das Orgelspiel von Pfarrer Wilhelm zu begeistern vermag, ist immer wieder feststellbar. Es war erneut ein konzertantes Erlebnis. Wir danken bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen.
Bald nach dem Start zur Rückreise warfen wir einen Blick Richtung Schwägalp und weiter zum nicht übersehbaren dominanten Säntis.
Bald lag der Seedamm von Rapperswil hinter uns und die Heimfahrt ging flott voran. Vorbei am Zugersee witterte man schon bald Luft vom "Zuhause". Am abendlichen Himmel bildete sich ein purpurrotes Wolkenbank als ein Geschenk am Ende einer schönen Reise.
Walter Baumgartner