Mitten ins Schwarze getroffen haben die Verantwortlichen der Raiffeisenbank Aeschi-Buchsi. Die Regionalbank wird neuer Hauptsponsor der Schützengesellschaft Oberönz. Deren Präsident Hans Nyffeler ist hoch erfreut über die Unterstützung. „Damit können wir unsere intensive Nachwuchsarbeit längerfristig fortsetzen.“

Die Raiffeisenbank Aeschi-Buchsi hat die Schützengesellschaft Oberönz ins Visier genommen. Das Bankinstitut ist mit den Schützen eine Partnerschaft eingegangen. Nach dem FC Herzogenbuchsee, dem TV Herzogenbuchsee, den Volleyballern aus Aeschi sowie den Turnverein Etziken wird die Raiffeisenbank in den nächsten Jahren auch als Hauptsponsor der Schützengesellschaft Oberönz auftreten.

 „Schiessen ist ein ausgesprochener Breitensport und mit der Schützengesellschaft Oberönz haben wir uns einen äusserst aktiven Verein ausgesucht, der viele Aktivitäten für die ganze Bevölkerung anbietet“, begründet Reto Joder, stv. Vorsitzender der Bankleitung, das Engagement. Auch er habe immer gerne geschossen, als Jungschütze und später im Militär. „Schiessen ist eine tolle Sportart, einzig das Reinigen des Gewehres war nicht gerade meine Parade-Disziplin“, erklärt Joder lachend.

Joder verschweigt natürlich nicht, dass der aktive Verein auch für die Raiffeisenbank einen erstklassigen Werbeträger darstellt, der mit seinen vielfältigen Aktivitäten eine breite Wirkung in der Öffentlichkeit erzielt. Bestes Beispiel dafür ist das beliebte Silberhelmschiessen, an dem jeweils grosse Teile der Bevölkerung teilnimmt und dadurch den Anlass zu einem stattlichen Vereinsfest werden lässt. Dieses Jahr wird der Anlass am 7. August durchgeführt. Dabei wird auch der neue Hauptsponsor, die Raiffeisenbank Aeschi-Buchsi, mit einer Delegation seiner Mitarbeiter vertreten sein und versuchen, ins Schwarze zu treffen.

Ein 15-jähriger Schützenkönig
Erfreut über die neue Partnerschaft zeigte man sich aber auch bei den Oberönzer Schützen, wie deren Präsident Hans Nyffeler bestätigte. „Seit vielen Jahren engagieren wir uns sehr stark in der Nachwuchsausbildung. Dieses Engagement kostet sehr viel Geld, weil wir beim Nachwuchs nicht bloss auf Quantität achten, sondern auch auf Qualität“, betont der 65-Jährige, der seit 12 Jahren den Verein leitet. Als Beispiel für seine Aussage weist Nyffeler auf den talentierten, 15-jährigen Nachwuchsschützen Patrik Schär hin, der kürzlich beim Eidgenössischen Schützenfest für Jugendliche in Bern über 300 m den Königstitel gewann. Damit trat er die Nachfolge von Ernst Grossenbacher an, der 1979 beim Eidgenössischen Schützenfest in Luzern ebenfalls zu Königsehren kam.

„Dank der finanziellen Unterstützung der Raiffeisenbank können wir unsere intensive Nachwuchsarbeit längerfristig fortsetzen“, zeigt sich auch J+S-Leiter Martin Sommer erfreut und erleichtert zugleich. Der ehemalige Regierungsstatthalter ist seit 30 Jahren im Verein aktiv und gehörte zuletzt auch zu den treibenden Kräften bei der jüngsten Sanierung und Erweiterung des Schützenhauses, das im Jahre 1933 erbaut wurde. Rund 200 000 Franken seien in dieses Projekt investiert worden, hält Sommer fest. Einen grossen Teil davon habe man mit Fronarbeit aufgebracht. So haben die Oberönzer Schützen nicht weniger als 1500 Stunden freiwillige Arbeit geleistet. Neue WC-Anlagen wurden realisiert und die Schützenstube vergrössert. Damit wurden neue Möglichkeiten für Versammlungen, Sitzungen, Schulungen und Vereinsanlässe geschaffen.

Damit wurde ein weiteres erfreuliches Kapitel in der langen Vereinsgeschichte geschrieben, gibt es doch die Schützengesellschaft Oberönz schon fast seit 150 Jahren. Das genaue Gründungsdatum ist zwar nicht bekannt, aber Dokumente weisen darauf hin, dass die Gesellschaft in den frühen Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Bis heute sind die Oberönzer ihrem Schützenverein treu geblieben. Aktuell zählt die Gesellschaft 63 Mitglieder, rund 40 davon beteiligen sich regelmässig an den Schiess-Aktivitäten.